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Das „Grüne Band“ können auch 2017 wieder 50 Vereine oder Vereinsabteilungen aus den förderungswürdigen olympischen und nicht olympischen Spitzenverbänden des Deutschen Olympischen Sportbundes erhalten.

Der Bewerbungsbogen kann online ausgefüllt und ausgedruckt werden. Die Bewerbungsunterlagen sind an den jeweiligen Spitzenverband zu schicken.

Einsendeschluss für alle Vereine bei ihrem Spitzenverband ist der 31.03.2017.

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Banner und Logos des "Grünen Bandes" zur Einbindung und Verlinkung können Sie hier herunterladen.


Ein Blick hinter die Kulissen erklärt, wie die jährliche Talentförderkampagne abläuft und was die Bewerber über das Procedere wissen sollten.

Jedes Jahr im Sommer – 2017 am 27. Juni – ist es soweit. Dann sind hunderte deutsche Sportvereine mit ihren Gedanken im 301 Meter hohen CommerzbankTower in Frankfurt. Dort verständigt sich die hochkarätige Jury auf die 50 Preisträger des “Grünen Bandes für vorbildliche Talentförderung“. Das fünfköpfige Gremium – neben den beiden ‚Routiniers’ Dr. Michael Vesper und Uwe Hellmann gehören der Jury aktuell Karin Augustin, Ole Bischof und Meike Evers-Rölver an – und die für den Ablauf des Auswahlverfahrens verantwortlichen Expertinnen und Experten des DOSB nehmen es genau.

Doch wie genau ist der Weg von der Bewerbung bis hin zur Auszeichnung?
Er lässt sich in sechs Schritte teilen:

Wer den mit 5.000 Euro dotierten Förderpreis erhält, kann behaupten, in der Zeit bis zum Einsendeschluss am 31. März eine wirklich überzeugende Bewerbung bei seinem Spitzenverband eingereicht zu haben. Dieses Datum ist Jahr für Jahr so etwas wie der erste Meilenstein einer Bewerbung. Wer sich auf der Webseite des "Grünen Bandes" mit den Details des Procedere vertraut gemacht und seine Unterlagen unter Berücksichtigung der eingeforderten Informationen – diese basieren übrigens auf dem Nachwuchs-Leistungssport-Konzept des DOSB – fristgerecht bei seinem Spitzenverband eingereicht hat, ist im Rennen.

Im weiteren Verlauf werden die Bewerbungen durch die Spitzenverbände gesichtet und die aussichtsreichsten Bewerbungen nach der Vorauswahl an den DOSB in Frankfurt weitergereicht. Pro Prämierungsmöglichkeit sind es jeweils drei Vereine, die vom Spitzenverband vorgeschlagen werden.

Nun geht es an die Auswertung der Fakten. Auf der "Checkliste" stehen die Aufbau der Talentsichtung und systematischen Talentförderung, die Darstellung der Trainersituation, die Zusammenarbeit mit anderen Institutionen, Besonderheiten von sozialen und pädagogischen Maßnahmen bzw. Projekten des Vereins, die sportmedizinischen und die Ernährungs- Beratung sowie die Dopingprävention. Und natürlich auch die nationalen und internationalen Erfolge im Nachwuchs- und Spitzenbereich.

Der Vizepräsident Leistungssport des DOSB, der Vorstandsvorsitzende des DOSB, der Leiter Brand Management der Commerzbank, eine Landessportbund-Präsidentin ( derzeit Rheinland-Pfalz)  und eine zweimalige Ruder-Olympiasiegerin  – da vereinen sich jede Menge Expertise und viele unterschiedliche Perspektiven auf den Nachwuchs- und Spitzensport. Da wird durchaus nachgehakt, nachgefragt und diskutiert.

Manche Vereine bewerben sich mehrmals, bis es mit der Auszeichnung klappt. Denn von jeder Bewerbung kann man auch lernen und somit seine Chancen erhöhen. Beharrlichkeit lohnt sich.

Die Jury macht es sich und den Bewerbern keineswegs leicht. „Gestritten wird zwar nicht“, sagt Dr. Michael Vesper augenzwinkernd. Die Jurysitzungen können aber schon mal einen ganzen Vor- oder Nachmittag dauern. Selbst, wenn man sich schnell einig ist – 50 Vereine aus den mehr als 200 weitergeleiteten Kandidaten wollen erst einmal benannt sein. . „Vor allem aber haben wir eine Verantwortung“, betont Uwe Hellmann, „in diesen Bewerbungsunterlagen stecken ja viel Mühe und Herzblut – da ist bei aller Freude, die uns die Vorstellung der Vereine bereitet, die Ernsthaftigkeit und Nachhaltigkeit natürlich besonders wichtig“.

Stehen die Sieger dann fest, werden die Benachrichtigungs- und Gratulationsschreiben an die Preisträger aufgesetzt und abgeschickt. Danach bekommen die Landessportbünde und Spitzenverbände die Namen „ihrer“ Preisträger übermittelt. Bis die Post bei ihren Empfängern eintrifft, herrscht Stillschweigen seitens der Jury. Hingehalten werden soll niemand, aber aus organisatorische Gründen kann es auch mal rund zwei Wochen dauern.

Ist die langersehnte Nachricht publik, haben die Organisatoren aus DOSB und Bank längst das nächste Etappenziel ins Auge gefasst: Die Organisation und Ausrichtung der Prämierungsveranstaltungen. Denn schließlich sollen die im doppelten Sinne ausgezeichneten Vereine auch entsprechend gewürdigt werden und eine gebührende Bühne erhalten.

In Absprache mit den regionalen Commerzbank-Filialen und den Vereinen werden im Spätsommer unter Hochdruck Termine zur Ausrichtung der Preisverleihungen ermittelt und abgestimmt. Die Auszeichnungen startet stets im Frühherbst und machen in mehreren Städten des Landes Station – die Rahmenbedingungen und das Showprogramm richten sich nach der Anzahl der Vereine, die am jeweiligen Abend unter lokalen oder regionalen Gesichtspunkten gemeinsam gekürt werden. Von der beschaulichen Einzelverleihung bis hin zur Preisverleihung mit mehreren Vereinen hat die feierliche Eventserie alles zu bieten. Mit dabei sind dann oft auch die Botschafter des ‚Grünen Bandes’, Hockey-Superstar Moritz Fürste und seine neue Botschafterkollegin, die schon bald vorgestellt wird. Und mitunter jede Menge Prominenz. Auf diese bunten Abende, vor allem aber auf all die jungen Talente und ihre Trainer freuen sich dann nicht nur die Jurymitglieder, sondern auch all die anderen Mitarbeiter, die hinter den Kulissen zum Gelingen des namhaftesten Förderpreises für den Nachwuchsleistungssport in Deutschlands beitragen.