Moritz Fürste: "Gerade auch junge Athleten aus anderen Sportarten als meiner kennenzulernen ist eine tolle Erfahrung."

Er stahlt mit den Kindern um die Wette: Moritz Fürste ist Botschafter aus Leidenschaft. Bilder: picture alliance
Die Treffen mit den jungen Sportlern macht ihm immer besonders viel Spaß.

Liebe Leser,

die Preisverleihungen für das „Grüne Band“ 2015 haben begonnen. Erst in dieser Woche wurden Opens external link in new windowin Leipzig sieben Vereine von der Weltmeisterin im Speerwurf, Katharina Molitor, ausgezeichnet. Beim Tourauftakt am 21. September Opens external link in new windowin Essen konnte ich die ersten Vereine persönlich ehren und ihnen herzlich gratulieren. Sie haben alle eine vorbildliche Jugendarbeit geleistet und die Anerkennung absolut verdient. Es war wieder ein toller Abend mit vielen interessanten Gesprächen. Ich freue mich deshalb jetzt auch schon darauf, weitere Preisträger persönlich kennenzulernen.

Die Treffen mit den jungen Sportlern haben mir schon in den letzten Jahren immer viel Spaß gemacht. Und das meine ich tatsächlich so. Gerade auch junge Athleten aus anderen Sportarten als meiner kennenzulernen ist eine tolle Erfahrung. Was ist deren Motivation, was sind ihre Probleme, wo gibt es Unterschiede, was ist gleich? Das ist wirklich immer wieder spannend.

Ganz besonders hat mich gefreut, dass mit Opens external link in new windowUhlenhorst Mülheim auch wieder ein Hockeyverein zu den Preisträgern gehört. Gerade im Hockey sind wir auf eine besonders gute Jugend- und Nachwuchsarbeit angewiesen, um auch in Zukunft zur Weltspitze zu gehören. Bisher ist uns das ja ziemlich gut gelungen, obwohl es nur rund 80.000 aktive Hockeyspieler in Deutschland gibt. Uhlenhorst Mülheim ist dabei schon seit Jahrzehnten ein besonders gutes Beispiel für eine exzellente Nachwuchsarbeit. Die Herren sind mit 16 Titeln mit weitem Abstand deutscher Rekordmeister auf dem Feld, immer wieder kommen herausragende Spieler aus diesem Club. Vielleicht erinnert ihr euch noch an den Glatzkopf Carsten Fischer, den Eckenspezialisten der Olympiasieger von 1992 mit seinem harten Schuss. Auch Jan-Philipp Rabente, der uns mit seinen beiden Toren in London zum Olympiasieg 2012 schoss, stammt aus Mülheim. In der Jugend konnten die „Uhlen“ schon 65 Meistertitel erringen. Einmalig und ein Vorbild für viele andere Hockeyvereine.

Für mich persönlich hat sich das Leben im letzten Vierteljahr sehr geändert. Das Beste, was mir je passiert ist, war die Geburt meiner Tochter Emma vor knapp drei Monaten. Dieses Glück ist mit keinem sportlichen Glücksgefühl auch nur annähernd zu vergleichen. Und Emma ist eine tolle Tochter, sie schläft schon fast durch. Dann bin ich auch noch bei einer großen Werbeagentur in Hamburg in das Berufsleben eingestiegen. Ich betreue dort den Bereich Sportmarketing. Glücklicherweise kann ich meine Zeiten an meine Bedürfnisse als Sportler anpassen. Wenn ich zu Lehrgängen muss, gibt es keine Probleme mit der Freistellung. Meine Chefs sind da sehr flexibel, das ist eine sehr glückliche Situation. Genau so etwas hilft uns Leistungssportlern enorm.

Ich würde mir sehr wünschen, dass immer mehr Unternehmen in Deutschland solch ein  Modell ermöglichen. Das wäre eine ganz besonders wertvolle Unterstützung. Und vielleicht können die jungen Sportler, die wir nun im Herbst auszeichnen, bei ihrem Weg in Sport und Ausbildung in ein paar Jahren auch schon von einem derartigen, flexiblen Berufsmodell für Athleten profitieren. Das wäre großartig.

Viele Grüße und bis zum nächsten Mal

Euer Mo.


Quelle: Medienmannschaft