„Ein schönes Miteinander“: Gregor Klehe (Voltigier-Verein Ingelsberg)

Bild: Privat

Erfolg auf dem Pferd: Der Voltigier-Verein Ingelsberg wurde 2004 und 2012 mit dem „Grünen Band für vorbildliche Talentförderung“ ausgezeichnet. Einer der erfolgreichen Nachwuchsathleten ist der 17-jährige Gregor Klehe, der im Interview über seine Sportart sprach.

Gregor, was zeichnet die Nachwuchsarbeit in Ingelsberg aus?

Viele von uns geben ihre eigene Erfahrung als Trainer weiter, das ist ein schönes Miteinander. Wir sind zwar ein relativ großer Verein, sodass man zwar nicht immer jeden sieht, aber der Kontakt ist auf jeden Fall da. Ich mache zum Beispiel auch eine Anfängergruppe. Ich gebe den Kindern dann Tipps und gebe damit das weiter, was ich selbst gelernt habe.

Voltigieren ist ja nicht unbedingt eine „Mainstream-Sportart“. Wie bist du dazu gekommen?

Meine Mutter hat früher voltigiert, dann hat meine Schwester angefangen und ich habe es auch mal ausprobiert. Am Anfang hat es mich, ehrlich gesagt, gar nicht so fasziniert, aber ich bin relativ schnell gut geworden und war in einer Gruppe, in der es mir super viel Spaß gemacht hat. Es war ein tolles Team und das ist wichtig, denn man verbringt viel Zeit miteinander.

Wenn du mal vom Pferd stürzt: Wie schwierig ist es, wieder aufzusteigen?

Ich bin schon oft runtergefallen und ab und zu auch mal ein bisschen härter, aber ich habe keine Angst, wieder aufs Pferd zu gehen. Man hat ein großes Vertrauen ins Team, und es ist wirklich die Ausnahme, dass man runterfällt. Man trainiert auch erst am Holzpferd und erst, wenn es da klappt, geht es auf das echte Pferd.

Was ist bisher dein größter Erfolg – und was sind die nächsten Ziele?

Ich bin dieses Jahr im Einzelvoltigieren Vize-Weltmeister geworden, das ist bisher der größte Erfolg. Das nächste große Ziel ist es, im kommenden Jahr mit dem Team auf die Weltreiterspiele zu kommen. Im Einzel will ich es zudem bei der Europameisterschaft unter die Top Drei schaffen.

Aus deiner eigenen Erfahrung: Welchen Rat würdest du anderen Talenten mitgeben?

Man muss Spaß an seinem Sport haben. Das sagt man immer so, aber es ist wirklich wichtig. Wenn man es macht, weil man es machen muss, kann man nicht gut werden. Man muss es selbst wollen und auf jeden Fall am Ball bleiben. Es gehört natürlich viel Training dazu, und da muss man intensiv arbeiten. Das ist wie mit dem Fitnessstudio: Man sagt, man will sich fit halten - und geht dort dann nur in die Sauna (lacht). Das bringt nichts. Man muss sein Training sinnvoll nutzen!

Text: Medienmannschaft