Vor allem behinderte Frauen Opfer von Gewalt

29.11.2017

Frauen mit Behinderungen sind in besonderem Maße von Gewalt betroffen, sagt die SPD-Bundestagsfraktion und macht sich deshalb für den Schutz von Frauen mit und ohne Behinderungen stark.

Menschen mit Behinderungen sind häufiger von sexueller Gewalt betroffe4n. Foto: LSBNRW

Nicht erst seit der #MeToo-Debatte sei klar, dass Gewalt gegen Frauen keine Randerscheinung ist. Fast vier von zehn Frauen in Deutschland erfahren in ihrem Leben mindestens einmal körperliche Gewalt, Frauen mit Behinderungen zählen noch häufiger zu den Opfern: Etwa die Hälfte ist von sexualisierter Gewalt betroffen, körperliche und psychische Gewalt erfahren sie fast doppelt so häufig wie nichtbehinderte Frauen, so die Behindertenpolitische Sprecherin Kerstin Tack: „Wir stehen für den Schutz aller Frauen vor Gewalt und Diskriminierung ein.“

Die SPD-Bundestagsfraktion habe in der vergangenen Legislaturperiode mit der Reform des Sexualstrafrechts jede sexuelle Handlung unter Strafe gestellt, die nicht einvernehmlich stattfindet. Frauen mit Behinderungen wurde mehr Gehör verschafft, indem mit dem Bundesteilhabegesetz Frauenbeauftragte in allen Werkstätten für behinderte Menschen eingeführt wurden. Zudem habe sich die SPD-Bundestagsfraktion erfolgreich dafür eingesetzt, dass nun gleich zwei Projekte zum Schutz von behinderten Kindern vor sexueller Gewalt gefördert werden.

„Auch künftig darf das Thema Gewalt gegen Frauen mit Behinderungen unter keinen Umständen aus dem Blick geraten. Die neue Regierung ist verpflichtet, sich dieser besonders gefährdeten Gruppe anzunehmen und dafür zu sorgen, dass der dringend notwendige Abbau der zahlreichen Barrieren bei Notrufen, Beratungsstellen und Frauenhäusern zügig vorangeht“, fordert Kerstin Tack. „Zudem brauchen wir einen in¬dividuellen Rechtsanspruch auf Schutz und Hilfe für Gewaltopfer und ihre Kinder."

(Quelle: Kerstin Tack, SPD-Fraktion)


 
 

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