Weitere zehn Arbeitsplätze für Menschen mit Behinderungen

21.12.2017

Das DOSB-Projekt „Qualifiziert für die Praxis: Inklusionsmanager/innen für den gemeinnützigen Sport“ hat das Ziel, die Teilhabe von Menschen mit Behinderungen auch im Arbeitsleben zu verbessern.

Die Mitglieder der Jury (v.li.): Matthias Nagel (BMAS, Bundesministerium für Arbeit und Soziales), Ute Blessing-Kapelke (DOSB), Dr. Karin Fehres (DOSB), Petra Brand (DGS, Deutscher Gehörlosen-Sportverband), Katja Lüke (DOSB), Daniel Stanev (SOD, Special Olympics Deutschland), Veronika Rücker (Führungs-Akademie des DOSB) und Hannah Marquard (DOSB); Foto: DOSB

Der gemeinnützige Sport fühlt sich der Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention verpflichtet, wie er in seinem Positionspapier und seiner Strategieplanung deutlich dargestellt hat. Ziele des neuen Projekts „Sport-Inklusionsmanager/in“ sind, den Anteil von Menschen mit Behinderung in der hauptberuflichen Beschäftigung im Sport zu erhöhen sowie neue Angebote zur Qualifizierung und mehr Maßnahmen zur Umsetzung der Inklusion im und durch Sport anzubieten. Insgesamt 21 hauptamtliche Stellen werden für jeweils zwei Jahre in einem Sportverband oder –verein geschaffen und von einem Menschen mit Behinderung besetzt. Die behinderten Arbeitnehmer/innen sollen je nach Bedarf und Neigung im Themenfeld Inklusion aktiv werden. Sie werden zusätzlich durch Qualifikationsmodule und Fortbildungen weitergebildet. Das Projekt wird durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales aus Mitteln der Ausgleichsabgabe gefördert.

Seit Januar 2017 arbeiten durch dieses Projekt bereits elf Menschen mit Behinderungen bundesweit in verschiedenen Sportorganisationen als Experteninnen und Experten in eigener Sache zum Thema Inklusion im Sport.

Inzwischen ist die Bewerbungsrunde für die zweite Phase des Projektes beendet und in der letzten Woche hat eine Jury unter einer Vielzahl von Bewerbungen die zehn Sportorganisationen für die Teilprojekte ab 1. Juli 2018 ausgewählt.

Der Jury, zusammengesetzt aus jeweils einer Vertretung des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales, des Deutschen Behindertensportverbandes, des Deutschen Gehörlosensportverbandes, von Special Olympics Deutschland, der DOSB Führungs-Akademie und dem Vorstand des DOSB ist die Auswahl aus den Bewerbungen nicht leicht gefallen. Insgesamt hatten sich 31 Sportvereine und –verbände beworben, für die Inklusion ein wichtiges Thema ist. Die Bewerbungen kamen aus Hessen, Niedersachsen, Baden Württemberg, Nordrhein Westfalen, Hamburg, Thüringen, Sachsen-Anhalt, Sachsen, Bayern, Rheinland-Pfalz, Schleswig-Holstein und Mecklenburg Vorpommern. Sowohl Spitzenverbände, Landesfachverbände, Landessportbünde, Kreissportbünde und Vereine hatten sich an der Ausschreibung für die zweite Phase des Projektes beteiligt.

Folgende Sportorganisationen hat die Jury gewählt. Hier werden im nächsten Jahr die auf zwei Jahre befristeten Stellen für Menschen mit Schwerbehinderungen als Sport-Inklusionsmanager/in ausgeschrieben:

  • Deutscher Hockey-Bund
  • Deutscher Leichtathletik-Verband
  • Deutscher Schützenbund
  • Deutscher Tischtennisbund
  • Hamburger Sportbund
  • Kieler Männer Turnverein
  • KSV Baunatal
  • Landessportbund Mecklenburg-Vorpommern
  • Special Olympics Baden-Württemberg
  • Universitätssportverein Halle

(Quelle: DOSB)


 
 

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