„Integration durch Sport“ und Katjes starten Förderprojekt

08.10.2013

Unter dem Motto „Katjes verbindet – Integration durch Sport“ wollen der DOSB und Katjes Mädchen und Frauen mit Migrationshintergrund für Sport und Bewegung im Sportverein begeistern.

DOSB und Katjes wollen Mädchen und Frauen mit Migrationshintergrund für Sport und Bewegung im Sportverein begeistern. Foto: LSB NRW/Bowinkelmann

Hierzu starten sie eine gemeinsame Initiative, an der sich alle Mitgliedsorganisationen des Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) mit ihren Sportvereinen beteiligen können. Gefördert werden sportintegrative Projekte, die gemeinsam mit Mädchen und Frauen aus unterschiedlichen Kulturen entwickelt und auf ihre Bedürfnisse zugeschnitten werden. Mit dem Ansatz „Sport + X“ können zudem sportliche Angebote mit begleitenden Maßnahmen kombiniert werden. Der Fokus liegt dabei besonders auf der Förderung von Teamfähigkeit.

Bewerbungsschluss ist der 31. Oktober 2013. Anschließend wird eine Jury, die sich aus der Integrationsbotschafterin Atika Bouagaa sowie aus Vertretern von DOSB und Katjes zusammensetzt, 30 Projektvorhaben auswählen. Diese werden im Zeitraum vom 1. Januar bis 31. Dezember 2014 mit einer Fördersumme von je 1.000 Euro unterstützt.

Walter Schneeloch, der für die Sportentwicklung und den Breitensport zuständige Vizepräsident des DOSB, freut sich über die neue Kooperation: „Es freut uns sehr, dass es uns gelungen ist, einen Partner aus der Wirtschaft für das wichtige Thema ‚Integration durch Sport‘ zu begeistern. Gemeinsam mit Katjes hoffen wir nun auf neue Impulse, die wir in die bestehende Arbeit des langjährigen Bundesprogramms übertragen können.“

Auch Tobias Bachmüller, geschäftsführender Gesellschafter der Katjes Fassin GmbH + Co. KG, sieht dem sportintegrativen Projekt sehr positiv entgegen: „Mit dem Projekt ‚Katjes verbindet – Integration durch Sport‘ soll mehr Toleranz und Chancengleichheit für Mädchen und Frauen mit Migrationshintergrund in Deutschland geschaffen werden. Wir freuen uns, die vielen Möglichkeiten des organisierten Sports dazu nutzen zu können und Teil dieses Projektes zu sein.“

Der DOSB ist das Dach des deutschen Sports und vereint 98 Mitgliedsorganisationen mit mehr als 91.000 Vereinen und 27,8 Millionen Mitgliedschaften. Sein Programm „Integration durch Sport“ setzt sich seit 1989 für die Integration von Mitbürgerinnen und Mitbürgern mit Migrationshintergrund in den organisierten Sport in Deutschland ein. Die Umsetzung des Bundesprogramms erfolgt gemeinsam mit Landes- und Regionalkoordinatoren. Sie unterstützen die Sportvereine, Netzwerkpartner und freiwillig Engagierten an der Basis in ihrer Integrationsarbeit konzeptionell, planerisch und organisatorisch. Das Bundesministerium des Innern (BMI) und das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) stehen dem Programm als Zuwendungsgeber und Partner im fortlaufenden Prozess der Programmoptimierung begleitend zur Seite.

Eine wichtige Zielgruppe des Bundesprogramms sind Mädchen und Frauen mit Migrationshintergrund, da sie in den deutschen Sportvereinen unterrepräsentiert sind. So sind gerade mal 44 Prozent der Mädchen und 26 Prozent der Frauen mit Migrationshintergrund im Sportverein aktiv. Bei Mädchen ohne Migrationshintergrund sind es hingegen 63 Prozent und bei Frauen 31 Prozent (siehe Mutz, 2013). Dabei weist gerade der Sportverein ein hohes Integrationspotential auf. Beim gemeinsamen Sporttreiben wird spielerisch interkulturelles Wissen weitergegeben, neue Kontakte über alle Bevölkerungsgruppierungen hinweg geknüpft, Vorurteile abgebaut und Brücken zwischen verschiedenen Kulturen aufgebaut.

(Quelle: DOSB/Katjes)

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