9 Fakten zum Jungen Engagement (Fakt 1)

07.02.2018

Mit „9 Fakten zum Jungen Engagement“ wird in den kommenden Wochen auf die Rahmenbedingungen von freiwilligem Engagement junger Menschen im Sport aufmerksam gemacht.

Immer weniger junge Menschen engagieren sich ehrenamtlich. Foto: LSB NRW

Fakt 1 „Demografischer Wandel“

Wer in der Minderheit ist, für den ist es nicht immer einfach, sich Gehör zu verschaffen und die eigenen Interessen gegenüber der Mehrheit zu vertreten. Dies ist einer der Gründe dafür, warum es gar nicht so einfach ist, sich als junger Mensch freiwillig und ehrenamtlich zu engagieren. Denn der Anteil der Kinder- und Jugendlichen (unter 20 Jahre) in Deutschland ist von 30,4% (1950) auf 18,4% (2016) gesunken. Gleichzeitig ist der Anteil der über 60-jährigen von 14,6% auf 27,6% gestiegen. Gründe hierfür sind die gestiegene Lebenserwartung und die niedrigere Geburtenrate.

Auch im freiwilligen Engagement im Sport kann man diese Veränderung, den sogenannten „demografischen Wandel“, deutlich bemerken. In den Jahren 1999 bis 2009 ist die Engagementquote der 14-24-jährigen von 14,8% auf 12,2% gesunken. Das entspricht einem Verlust von rund 265.000 jungen Engagierten. In derselben Zeitspanne hat sich der Anteil der über 70-jährigen mit einer Vorstandsfunktion auf 11,65% verdoppelt.

Wegen dieser Veränderungen ist die gezielte Förderung von freiwilligem und ehrenamtlichem Engagement junger Menschen eine der wichtigsten Aufgaben der Sportvereine und Sportverbände. Deshalb lautet der Appell der Deutschen Sportjugend (dsj) an die Politik: Junges Engagement in der Jugendverbandsarbeit im Sport langfristig und nachhaltig fördern!

Der dsj-Vorstand hat dazu ein Positionspapier beschlossen und fordert, Engagementförderung durch Jugendverbände im Sport zu verstetigen:
Positionspapier der Deutschen Sportjugend zum Thema "Engagementförderung"

Jan Holze, Vorsitzender der Deutschen Sportjugend: „In jungen Jahren wird das Fundament für ein engagiertes Leben gelegt. Deshalb müssen wir alles dafür tun, junge Menschen früh an ein Engagement im Sport heranzuführen. Nur so kann die Basis des organisierten gemeinnützigen Sports mit seinen 11.5 Millionen freiwillig Engagierten in Sportvereinen in Deutschland erhalten bleiben.  Dies erfordert immer neue Konzepte und die Anpassung der Engagements im Sport an die veränderten Lebenswelten junger Menschen. Damit uns das gelingt, brauchen wir die Unterstützung der Politik.“

Quellen:
Braun, Sebastian (2011): Ehrenamtliches und freiwilliges Engagement im Sport. Sportbezogene Sonderauswertung der Freiwilligensurveys von 1999, 2004 und 2009.
Opens external link in new windowStatistisches Bundesamt (Zugriff 23.01.2018)

(Quelle: dsj)


 
 

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