Bundesrat will Finanzierung für "Jugend trainiert" sichern

23.05.2014

Die Bundesländer haben sich geschlossen dafür ausgesprochen, die Bundesförderung für den weltweit größten Schulsportwettbewerb "Jugend trainiert für Olympia" und "Jugend trainiert für Paralympics" zu erhalten.

Kinder und Jugendliche schwenken die Landesfahnen anlässlich der Abschlussveranstaltung von "Jugend trainiert für Olympia" 2010 in der Max-Schmeling-Halle in Berlin. Foto: picture-alliance

Am Freitag (23. Mai) verabschiedete der Deutsche Bundesrat auf seiner 922. Sitzung in Berlin einen entsprechenden Entschließungsantrag, den die Länder Berlin, Baden-Württemberg, Brandenburg, Hamburg, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein eingebracht hatten.

Darin heißt es, der Bundesrat fordere die Bundesregierung und den Deutschen Bundestag auf, die finanziellen Zuwendungen für das Bundesfinale des Wettbewerbs "weiterhin in vollem Umfang zur Verfügung zu stellen und die geplante Kürzung zurückzunehmen".

Bislang wurde der Wettbewerb mit 700.000 Euro jährlich vom Bundesinnenministerium gefördert. Die Mittel sollen in diesem Jahr halbiert und 2015 komplett gestrichen werden.

Das bilde eine große Gefahr für den Fortbestand der Bundesfinalveranstaltungen auf diesem Niveau und habe Auswirkungen auf den gesamten Wettbewerb mit 800.000 Schülerinnen und Schülern, heißt es im Beschluss der Länder, die auch auf "die großen Anstrengungen im politischen Raum" verwiesen, die der Vorstand der Deutschen Schulsportstiftung, die Kultusministerkonferenz und auch der DOSB unternähmen, "um in den laufenden Haushaltsberatungen noch Veränderungen herbeizuführen".

Der von der Bundesregierung geplante Ausstieg aus der Finanzierung "dieser einzigartigen Wettbewerbe für Schülerinnen und Schüler mit und ohne Behinderung" treffe Breiten- und Leistungssport gleichermaßen und "wäre ein falsches Signal zur falschen Zeit", erklärten die Länder, die noch einen anderen Zusammenhang herstellten. Auch für eine positive Diskussion zur angestrebten Bewerbung um Olympische Spiele sollten besonders die speziellen Potentiale dieser Schulsportwettbewerbe verstärkt genutzt werden, hieß es." Der drohende Finanzierungsausstieg belastet bereits jetzt eine mögliche zukünftige Olympiabewerbung. Das muss im Interesse des Sports und der Bundesrepublik Deutschland vermieden werden.“

Im Rahmen der 7. Kölner Sportrede, die DOSB-Präsident Alfons Hörmann am Dienstag (20. Mai) hielt, hatte Bernd Neuendorf, Staatssekretär im nordrhein-westfälischen Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport, diese Bundesratsinitiative angekündigt.

Darüber hinaus formierte sich im Sport und auch im Internet Widerstand gegen die Pläne der Bundesregierung. Fast 10.000 Unterstützer hatten gleich in den ersten Tagen eine Online-Petition zum Erhalt von „Jugend trainiert für Olympia“ unterzeichnet.

Unter Opens external link in new windowwww.openpetition.de/petition/online/kampf-um-den-erhalt-der-bundesinitiative-jugend-trainiert-fuer-olympia können alle Interessierten und Unterstützer mit ihrer Unterschrift der Petition zum Erhalt der Wettbewerbe ihre Stimme geben. Damit die Online-Petition erfolgreich ist, müssen 50.000 Menschen unterzeichnet haben. Die Petition läuft noch 172 Tage.

„Der Erfolg der Petition zeigt, in welch vielfältiger Weise Menschen ,Jugend trainert für Olympia' und ,Jugend trainiert für Paralympics' erlebt haben und mit diesem einmaligen Wettbewerb emotional verbunden sind. Das ist gut für Schule und Sport“, sagt Martin Schönwandt, Direktor der Deutschen Sportjugend.

Auch viele Spitzensportler, die in den Anfängen ihrer Karriere bei „Jugend trainiert für Olympia“ mitgemacht haben, setzen sich für den Erhalt der Wettbewerbe ein. Darunter Fußball-Nationalspieler Opens external link in new windowJerome Boateng, Ruder-OlympiasiegerOpens external link in new window Andreas Kuffner, das Beachvolleyball-Duo Opens external link in new windowHoltwick/Semmler und die Opens external link in new windowDeutsche Olympiamannschaft.

(Quelle: DOSB)

 
 

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