„Den Freiwilligendienst noch lohnenswerter machen“

03.01.2018

Fabian Liesegang ist seit Ende November stellvertretender Bundessprecher der Dienstleistenden im Bundesfreiwilligendienst. Die dsj traf ihn zum Interview.

Auf Freiwillige im Sport warten vielfältige Aufgaben. Foto: LSB NRW

Fabian Liesegang (27) absolviert seit Juni 2017 seinen Bundesfreiwilligendienst (BFD) beim Deutschen Alpenverein (DAV) in Mainz. Nun wurde er zu einem der sieben Stellvertreter/innen der sieben Bundessprecher/innen gewählt, die die Interessen der rund 44.000 aktiven Bundesfreiwilligendienstleistenden in Deutschland gegenüber dem zuständigen Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend vertreten. Als Ansprechpersonen nehmen die Bundessprecher/innen die Probleme der BFDler/innen auf, vermitteln im Bedarfsfall, weisen das Ministerium wie die Zentralstellen auf etwaige Missstände hin und bringen eigene Idee zum Bundesfreiwilligendienst ein. Die Deutsche Sportjugend (dsj) hat Fabian Liesegang zum Bundesfreiwilligendienst befragt:

Herzlichen Glückwunsch zur Wahl! Warum hast Du Dich für einen BFD im Sport entschieden?

FABIAN LIESEGANG: Der Bundesfreiwilligendienst im Sport bedeutet für mich die konsequente Verwirklichung meines pädagogischen Studiums. Kaum ein anderes Feld bietet Menschen so großzügige Entwicklungs- und Entfaltungsmöglichkeiten, wie Erlebnispädagogik im Sport.

Wieso hast Du Dich zusätzlich zum Bundesfreiwilligendienst dazu entschieden, für das Amt eines Bundessprechers zu kandidieren?

Ich habe mich zur Wahl für den BFD gestellt, weil ich für das, was mir wichtig ist, Verantwortung übernehmen möchte. Ich möchte allen sozial engagierten Mitmenschen auf politischer Ebene Gehör verschaffen, damit die Tätigkeit auch gesellschaftlich Anerkennung erfährt.

Was ist für Dich das Ziel Deiner Amtszeit?

Mit dem Amt des Bundessprechers verspreche ich mir, den Freiwilligendienst für die Zukunft noch lohnenswerter zu machen. Das Freiwilligenjahr soll sorgenfrei und für die Verwirklichung eigener Ziele genutzt werden können. Deshalb dürfen Zeiteffizienz und Kostenfragen nicht die Sorgen der Freiwilligen sein.

Jan Holze (36), erster Vorsitzender der Deutschen Sportjugend, der vor zwanzig Jahren als Jugendsprecher im SV Fortuna Neubrandenburg seine Ehrenamtskarriere startete, gratulierte 'Fabian Liesegang zur Wahl als stellvertretender Bundessprecher. „Wir brauchen junge Menschen, die Verantwortung für sich und andere übernehmen in unserer Gesellschaft“, sagte er. „Das gilt auch und gerade in den Freiwilligendiensten.“ Und weiter: „Ich persönlich halte es für unabdingbar, dass der Sport auch unter den vierzehn Sprechern und Sprecherinnen vertreten ist, um unsere spezifischen Interessen zu vertreten.“

(Quelle: dsj)

 
 

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