Gemeinsam gegen Doping

23.01.2012

Die Europäischen Anti-Doping-Juniorbotschafter trafen sich bei den Olympischen Jugend-Winterspielen in Innsbruck.

Im winterlichen Innsbruck trafen sich die Europäischen Anti-Doping-Juniorbotschafter und diskutierten bei ihrer Abschlusskonferenz über neue Ansätze der Dopingprävention im nationalen und internationalen Bereich. Foto: picture-alliance

Das Panorama war atemberaubend. Die Tiroler Alpen präsentierten sich in den Tagen der 1. Olympischen Jugend-Winterspiele von ihrer schönsten Seite. Blauer Himmel und eine Menge Schnee machten Innsbruck zur perfekten Kulisse für die jungen Athleten und die Gäste aus aller Welt. Unter ihnen war auch eine Gruppe von 40 Jugendlichen aus ganz Europa. Die Europäischen Anti-Doping-Juniorbotschafter (EADA) diskutierten bei ihrer Abschlusskonferenz über neue Ansätze der Dopingprävention im nationalen und internationalen Bereich.

Dabei stand vor allem der Erfahrungsaustausch im Vordergrund. Die einzelnen Delegationen aus sechs verschiedenen nationalen und internationalen Verbänden präsentierten ihr Vorgehen in den vergangenen sechs Monaten. Unter ihnen war auch eine Delegation der Deutschen Sportjugend (dsj). Sechs junge Sportler aus der Bundesrepublik blickten dabei auf ein erfolgreiches halbes Jahr zurück. Mit der Unterstützung der dsj und des Leiters des Zentrums für Dopingprävention in Heidelberg, Gerhard Treutlein, führten die Europäischen Anti-Doping-Juniorbotschafter mehrere nationale und regionale Maßnahmen zur Dopingprävention durch. „Wir haben einen wichtigen Schritt in die richtige Richtung gemacht“, sagte Gerhard Treutlein.

Neben dem Rückblick stand in Innsbruck aber vor allem der Weg in die Zukunft im Fokus. Zusammen suchten die Teilnehmer des Projektes Möglichkeiten, ihre gewonnen Fertigkeiten im Bereich der Prävention gemeinsam zu nutzen. „In Zukunft wollen wir nationale Maßnahmen für internationale Kooperationspartner öffnen“, erklärte Sophia Hubert-Reh, eine der deutschen Teilnehmerinnen. Die Seglerin aus Bayern möchte dabei die Dopingprävention vor allem im Alltag etablieren. „Wir müssen auch in der Schule versuchen, das Thema Doping zu verankern“, so die 19-Jährige.

Dabei bleiben die nationalen Verbände ein wichtiger Ansprechpartner für die Jugendbotschafter. Die Deutsche Sportjugend, die dieses Projekt mit Unterstützung der Europäischen Kommission und der Europäischen Sportjugend durchführte, möchte die Bewegung weiter stärken. Der dsj-Vorsitzende Ingo Weiss fordert die jungen Engagierten auf, selbstbewusster aufzutreten. „Ihr macht so viel Gutes, dann solltet ihr mehr darüber reden“, sagte Weiss, der die Konferenz im Rahmen einer Podiumsdiskussion besuchte.

Außerhalb des Tagungsgebäudes wartete dann das Erlebnis Olympia. Für viele der Jugendliche war es die erste Reise zu Olympischen Spielen. Vor allem die farbenfrohe Eröffnungsfeier im Innsbruck Skisprungstadion sorgte bei den Juniorbotschaftern für Gänsehaut. „Olympia ist etwas ganz besonders“, beschrieb André Burgos seine Gefühle. Generell war es für den Malteser eine ganz besondere Reise. „Ich habe in meinem Leben noch nie Berge oder Schnee gesehen. Das gibt es auf Malta nicht“, erklärte der Wasserball-Spieler.

So motivierte der Abschlusslehrgang der Europäischen Anti-Doping-Juniorbotschafter alle Teilnehmer weiter für die Bekämpfung von Doping einzutreten. Gemeinsam wollen sie eine europäische Einheit für den sauberen Sport bilden. Sophia Hubert-Reh blickt daher positiv in die Zukunft: „Ich habe das Gefühl, dass wir gemeinsam etwas bewegen können.“

(Quelle: dsj, Moritz Beelmann)


 
 

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