Osnabrücker Kongress „Bewegte Kindheit“ feiert Jubiläum

16.03.2016

Anfang März fand der Osnabrücker Kongress „Bewegte Kindheit“, zum zehnten Mal innerhalb von 25 Jahren statt. In mehr als 150 Workshops, Foren, Seminaren und Vorträgen ausführlich diskutiert.

Bewegung ist Motor der Entwicklung und Ausdruck der Lebensfreude von Kindern. Foto: picture-alliance

„Bewegung ist Motor der Entwicklung und Ausdruck der Lebensfreude von Kindern. Über Bewegung eignen sie sich die Umwelt an und gewinnen Erfahrungen über sich selbst und ihr soziales Umfeld. Ausreichende Bewegungsmöglichkeiten gehören zu den Voraussetzungen für Gesundheit und Wohlbefinden“ , so lautet das ist das Credo des Osnabrücker Kongresses „Bewegte Kindheit“.

Sehr feierlich und emotional wurde das Ende des diesjährigen Kongresses begangen, der im Jahre 1991 erstmals stattfand, damals noch unter der Federführung der Deutschen Sportjugend (dsj). Die langjährige Initiatorin, Prof. Renate Zimmer, die den Osnabrücker Kongress über die Jahre zu einer nationalen und internationalen anerkannten Veranstaltung gemacht hat, verabschiedete sich offiziell in den Ruhestand und damit aus der zukünftigen Kongressorganisation.

Der dsj-Geschäftsführer und Mitglied des Kongressausschusses, Martin Schönwandt, dankte Prof. Zimmer und ihrem Team für stets vorbildliche Kongressorganisation und wichtige Impulse.“ dsj-Vorstandsmitglied Tobias Dollase ergänzte: „Wir freuen uns, dass wir auch nach 25 Jahren diesen stetig gewachsenen, erfolgreichen Kongress mit unserer Kompetenz und unserem Engagement begleiten dürfen und hoffen auf eine baldige Fortführung dieser herausragenden Kongressreihe.“

Das beim diesjährigen Kongress gemeinsam mit der Sportjugend Nordrhein-Westfalen und der Niedersächsischen Turnerjugend durchgeführte Fachforum der dsj „Bewegungserziehung Hand in Hand – Vorteile der Zusammenarbeit für Kitas und Sportvereine“ zeigte, dass bereits viel im Themenfeld Kooperationen und Bildungsnetzwerke vor Ort geschieht, jedoch weiterhin großer Handlungs- und Unterstützungsbedarf besteht.

Jun.-Prof. Rolf Schwarz von der Pädagogischen Hochschule in Karlsruhe und Experte der dsj-AG Bildungsnetzwerke gab einen ersten Einblick in sein aktuelles Forschungsprojekt zur komplexen Landschaft von Kindergärten und Kitas mit dem Schwerpunkt Bewegung in Deutschland. Er zeichnete ein Bild davon, wie lückenhaft und problematisch die Ausgestaltung der Zusammenarbeit an vielen Stellen noch ist.

Angela Buchwald-Röser, Referentin der Sportjugend NRW, gab einen Überblick über die Maßnahmen ihres Verbandes, ebenso wie Uschi Selchow von der Niedersächsischen Turnerjugend. Im Anschluss wurde mit den etwa 35 Teilnehmenden in Kleingruppen über Wert, Stolpersteine und Qualität von Kooperationen sowie über Möglichkeiten und Ausgestaltungsformen von Netz-werken. Viele Fragen mit Blick auf die Struktur, auf ein gemeinsames Handlungsverständnis oder auch auf mögliche Finanzierungsmodelle blieben am Ende noch offen und geben Anlass zu weiterführenden Folgeveranstaltungen.

Die Bundesministerin für Bildung und Forschung, Johanna Wanka, und  Bundespräsident a.D. Christian Wulff besuchten den Kongress und fanden viele lobende Worte. Wulff rief dazu auf „Kinder Kinder sein zu lassen“ und den „Optimierungswahn“ in der Erziehung zurückzufahren. Familien, Kitas und Vereine sollten vielmehr Kinder zu einer weltoffenen, neugierigen Haltung erziehen, die der Schlüssel für eine bessere Welt sei.

(Quelle: dsj)

 Kategorie: Sportjugend, Top News

 
 

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