Schülerspiele am Persischen Golf
Die Hauptstadt Manama des Königreichs Bahrain ist 2010 Gastgeber der Internationalen Schülerspiele - eine Premiere am Persischen Golf.
Seit dem 28. Juni und noch bis zum 2. Juli trifft sich Nachwuchs aus aller Welt zum traditionsreichen Schüler-Festival.
Torsten Rasch, Präsident des Komitees der Spiele, Chef des Amts für Familie, Kinderbetreuung und Sport der Stadt Darmstadt, sagt: „Diese Schülerspiele werden in vielen Punkten anders sein als die bisherigen. “ In der Sportorganisation galt es reichlich Hindernisse zu beseitigen. So wurde zwar für die Schwimm-Wettbewerbe eigens ein 50-Meter-Becken gebaut, aber die notwendige Technik für internationale Wettkämpfe - Startblöcke und elektronische Zeitmessung - wurde vergessen. Beides wurde nachträglich aus Deutschland importiert. Auch die hohen Temperaturen bedeuten ein Handikap: Bei über 40 Grad plus sind die Wettkämpfe zu meistern.
Das ehrgeizige Ziel, rund 2.500 Schüler nach Manama zu locken, erfüllt sich für die Veranstalter nicht ganz. Viele Städte, die über Jahre dabei waren, scheuen diesmal den Aufwand und die klimatischen Bedingungen. Häufig hörte Rasch finanzielle Gründe und Sicherheitsbedenken. Beispielsweise bei der Absage von israelischen Städten - trotz der Einladung aus Bahrain. Amerikanische Teams fehlen zum Teil wegen logistischer Probleme. Aber erstmals sind Gruppen aus Qatar, Iran, Irak, Kuwait und Nigeria dabei. Auch vier Teams aus Australien kommen.
Das Komitee der Internationalen Schülerspiele mit den Darmstädtern Torsten Rasch, Richard Smith (Geschäftsführer) und Bürgermeister Wolfgang Glenz (Schatzmeister) tagt am Rande der Wettkämpfe. Rasch: „Hier geht es um die Weichenstellung für Schülerspiele in den Jahren 2013, 2014 und die Winterspiele 2011.“ Kelowna in British Columbia (Kanada) präsentiert sich für die Winterspiele im Januar 2011. Die Sommerspiele veranstaltet Lanarkshire in Schottland. Lake Macuarie in Australien bewirbt sich für 2014. Windsor in Ontario (Kanada) präsentiert sich ebenfalls. Bürgermeister Francis bringt die positive Entscheidung seiner Stadt für 2013 mit.
Die Idee der Schülerspiele stammt vom Sportlehrer Metod Klemenc. Der Slowene, dessen Familie im Zweiten Weltkrieg getötet wurde, veranstaltete 1968 in Celje die ersten Wettkämpfe. Neun Städte-Mannschaften traten damals gegeneinander an. Klemenc verstand die Nachwuchs-Olympiade als Beitrag zur Völkerverständigung. Seit Anfang der achtziger Jahre werden Schülerspiele jährlich veranstaltet. Über 80 Länder haben sie bisher zusammengeführt und fast 30.000 Kinder im Alter zwischen zwölf und 15 Jahren aus allen Erdteilen. Das Internationale Olympische Komitee tritt seit über einem Jahrzehnt als Unterstützer und Förderer der Schüler-Olympiade auf.
Darmstadt war bisher dreimal Ausrichter dieses Städtevergleichs: 1974, 1982 und 1993. Aus Darmstadt tritt eine Mannschaft mit 17 Aktiven am Persischen Golf an. Auch Freiberg in Sachsen und Gelting an der Ostsee schicken Mannschaften nach Bahrain.











