Im Kern der Untersuchung wurde eine breite Palette von Informationen über den Alltag des Sportunterrichts in Erfahrung gebracht. Ferner ging es um die Erhebung wichtiger personen- und berufsbezogener Daten zu den amtierenden Sportlehrkräften und um die Skizzierung der strukturellen Rahmenbedingungen des Schulsports bzw. des Sportunterrichts. Für diesen umfangsreichsten Teil der DSB-SPRINT-Studie zeichnen mehrköpfige Forscherteams an der Universität Paderborn (Leitung: Prof. Dr. Wolf-Dietrich Brettschneider) und an der Universität Magdeburg (Leitung: Prof. Dr. Rüdiger Heim/jetzt Universität Heidelberg) verantwortlich. Ihre Befunde basieren auf Befragungen von Schulleitern, Sportlehrkräften, Schülerinnen und Schülern sowie deren Eltern in den Bundesländern Baden-Württemberg, Bayern, Hamburg, Nordrhein-Westfalen, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Schleswig-Holstein.
Die Befragung der Schulleitungen ergab, dass die curriculare Empfehlung von mindestens drei Wochen Sportunterricht nicht durchgehend realisiert wird; ein hoher Prozentsatz an fachfremd erteiltem Sportunterricht im Grundschulbereich kommt hinzu. Maßnahmen zur Sicherung von Qualität im Schulsport scheinen derzeit noch weitgehend unbekannt zu sein. Was die unterrichteten Inhalte des Sportunterrichts anbelangt, kommt die Schülerbefragung zu dem Ergebnis, dass Kleine Spiele, Basketball, Volleyball, Turnen und Fußball die „Tabelle“ anführen, in der „Wunsch-Hitliste“ dagegen Fußball, Schwimmen, Inlineskaten, Tischtennis und Klettern ganz weit oben stehen. Die Schülerinnen und Schüler haben insgesamt ein positives Bild von ihren Sportlehrern.
Die Sportlehrkräfte in Deutschland sind im Durchschnitt 45,4 Jahre alt; Frauen mit 43,9 Jahren etwas jünger und Männer mit 47,3 Jahren etwas älter. Mit steigendem Lebensalter nimmt der Umfang an erteiltem Sportunterricht eher zu als ab. Anders: Berufseinsteiger unterrichten am wenigsten im Fach Sport. Was die Ziele des Sportunterrichts angeht, favorisieren Sportlehrkräfte u. a.: die Förderung des fairen Umgangs miteinander, die Motivation zu weiterem Sporttreiben und die Förderung von Gesundheit und Fitness an vorderster Stelle. Zu den qualitätsbeeinträchtigenden Faktoren gehören u. a. die (unzumutbare) Größe der Lerngruppe und unzureichende räumliche Verhältnisse (z. B. durch Teilung bzw. Mehrfachnutzung von gedeckten Sportstätten).
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