Was steht in der DSB-SPRINT-Studie? Teil 6

Nach insgesamt sechs Kapiteln, in denen die Genese und Methodik der DSB-Sprint-Studie und deren Ergebnisse referiert werden, geben die Autoren Prof. Dr. Helmut Altenberger (Augsburg), Prof. Dr. Wolf-Dietrich Brettschneider (Paderborn), Prof. Dr. Christoph Breuer (Köln), Prof. Dr. Rüdiger Heim (Heidelberg), Prof. Dr. Robert Prohl (Frankfurt), Prof. Dr. Volker Rittner (Köln) und Prof. Dr. Werner Schmidt (Duisburg-Essen) am Ende sogenannte Handlungsempfehlungen, in denen stichwortartig zusammengefasst wird, welche Konsequenzen aus den Ergebnissen der DSB-Sprint-Studie zu ziehen sind.

 

Mit Blick auf die Richtlinien und Lehrpläne als die programmatischen Grundlagen des Schulsports in Deutschland besteht nach Aussagen der Wissenschaftler Bedarf, die Frage genauer zu klären, wie „ein Identitätskern des Unterrichtsfaches Sport“ bewahrt werden kann, ganz abgesehen davon, dass eine sogenannte „föderale Verwirrung“ ggf. seitens der Kultusministerkonferenz aufzulösen ist, was allein die Bezeichnung der Unterrichtsinhalte („Bewegungsfelder“) anbelangt. Flächendeckende Fortbildungen zur Gestaltung eines „Erziehenden Sportunterrichts“ sind gleichsam vonnöten.

 

Investitionen in Sportstätten für den Schulsport sind genauso notwendig wie die Sicherstellung, dass der in den Lehrplänen verankerte Umfang an Sportunterricht auch tatsächlich erteilt wird. Der Anteil der fachfremd erteilten Stunden ist weiter zu reduzieren. Für Sportlehrkräfte werden „schöpferische Phasen“ zur Fort- und Weiterbildung empfohlen. Speziell in den Grundschulen ist die tägliche Spiel- und Bewegungszeit anzustreben. Die kontinuierliche Einstellung von qualifizierten jungen Lehrkräften für den Schulsport ist unerlässlich.

 

Der Schulsport kann sinnvolle Beiträge für ein positives Schulklima leisten. Es gilt daher, sein Potenzial auszuschöpfen - nicht zuletzt als ein integraler Bestandteil des Schullebens bzw. des manifestierten Schulprogramms. Dazu sind auch die „positiven Anerkennungsverhältnisse“ zu stärken. Ganz wichtig dabei ist, dass die Schulleitung das Engagement von Lehrern und Schülern im Schulsport aktiv unterstützt. Die angemessene Honorierung des zusätzlichen Arbeits- und Zeitaufwandes der Sportlehrkräfte für Maßnahmen im außerunterrichtlichen Schulsport wird dabei ebenso als eine Forderung genannt.

 

Lesen Sie auch:

Teil 1, Teil 2, Teil 3, Teil 4, Teil 5


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