Olympisches Wechselbad der Gefühle

11.02.2018

Der zweite Wettkampftag der Olympischen Winterspiele in PyeongChang war für das Team Deutschland ein Wechselbad der Gefühle. Nicht alles lief wie geplant - und doch gab es wieder zwei Medaillen.

Olympiasieger werden auf Händen getragen: Arnd Peiffer inmitten seiner Biathlon-Mannschaft (Foto: Picture Alliance)

Der Freude im Team D über das dritte deutsche Olympia-Gold in Pyeongchang durch Biathlet Arnd Peiffer im 10-km-Sprint folgte das Drana um Rodler Felix Loch und die überraschende Bronzemedaille seines Kollegen Johannes Ludwig.

Der bis dahin führende Berchtesgadener Loch gab das bereit liegende dritte Gold in Folge durch einen schweren Patzer im letzten Lauf noch aus der Hand und rutschte beim Sieg des Österreichers David Gleirscher auf den fünften Platz. Bronze holte sich dadurch der Oberhofer Johannes Ludwig.

"So höre ich nicht auf", sagte Loch noch am späten Abend beim Besuch im Deutschen Haus in PyeongChang. "Das werden spannende vier Jahre", sagte der Rodler.

Zuvor hatte Arnd Peiffer seine Sternstunde und machte einen Tag nach dem Triumph von Laura Dahlmeier das historische Sprint-Double der deutschen Biathleten perfekt. 

Die deutschen Eiskunstläufer haben beim olympischen Teamwettbewerb den siebten Platz erreicht und damit den Sprung ins Finale erwartungsgemäß verpasst. Zum Abschluss der Vorrunde wurden die Oberstdorfer Eistänzer Kavita Lorenz und Joti Polizoakis Achte, die deutsche Meisterin Nicole Schott (Essen) kam ebenfalls auf Rang acht. Bereits am Freitag hatten die Paarlauf-Weltmeisterschafts-Zweiten Aljona Savchenko und Bruno Massot (Oberstdorf) sowie der deutsche Meister Paul Fentz aus Berlin wichtige Punkte für ihre Sportart gesammelt. 

Eisschnellläufer Patrick Beckert ist bei den Olympischen Winterspielen in Pyeongchang deutlich hinter den Medaillenrängen über 5000 Meter geblieben. Der Erfurter lief am Sonntag in 6:17,91 Minuten auf Platz zehn, nachdem er vor vier Jahren in Sotschi Achter war. Moritz Geisreiter aus Inzell (6:18,34) belegte den zwölften Platz. Olympiasieger wurde zum dritten Mal in Serie der Niederländer Sven Kramer. Der Eisschnelllauf-Star lief im vorletzten Paar im direkten Duell gegen Beckert in 6:09,76 Minuten souverän die Siegeszeit. Eine weitere und wahrscheinlich größere Medaillenchance besitzt Beckert noch am Donnerstag über die 10.000 Meter. Auf dieser Strecke hatte er vor einem Jahr Bronze bei der Weltmeisterschaft geholt.

Ski-Freestylerin Katharina Förster verpasste das Finale der besten Zwölf auf der Buckelpiste knapp und wurde 13., Lea Bouard landete auf dem 25. Platz.  Perrine Laffont gewann als erste Französin Olympia-Gold diesen Wettbewerb. 

Der starke Winde in den Bergen um Pyeongchang hat das Wettkampfprogramm der Olympischen Winterspiele erneut durcheinandergewirbelt. Nach der Männer-Abfahrt musste am Sonntag auch die Qualifikation im Snowboard-Slopestyle abgesagt werden. Der Wettkampf, für den sich auch Silvia Mittermüller (Unterhaching) qualifizieren will, ist für Montag (10.00 Uhr OZ/2.00 Uhr MEZ) geplant.

(Quelle: SID)


 
 

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