Aktuelle Leistungssport-Ausgabe erschienen

09.03.2016

Die aktuelle Ausgabe der DOSB-Zeitschrift Leistungssport ist erschienen. Ein Schwerpunkt ist die strukturelle Weiterentwicklung im deutschen Leistungssport.

Dirk Schimmelpfennig, DOSB-Vizepräsident für Leistungssport, hat einen Beitrag zum Forschungs- und Serviceverbund Leistungssport (FSL) verfasst. Copyright: DOSB

In dem Beitrag Athletiktraining im Leistungssport – Phrase oder trainingswissenschaftlicher Terminus? (Lothar Nieber/Robert Heiduk) werden einige Mängel der Praxis des gegenwärtig in weiten Bereichen praktizierten Athletiktrainings thematisiert und zur Diskussion gestellt – insbesondere die einseitige Fokussierung auf das Training konditioneller Fähigkeiten. Die Entwicklung koordinativer Kompetenzen findet, wenn überhaupt, nur eine marginale Beachtung. Zudem deutet die Nutzung des Begriffs „koordinative Fähigkeiten“ auf einen nicht mehr zeitgemäßen Theoriebezug hin. Mit diesem Beitrag wollen wir die lange überfällige Debatte in Gang setzen. Ihre Rückmeldungen dazu sind ausdrücklich erwünscht!

Der deutsche Leistungssport muss grundlegend strukturell weiter entwickelt werden, um eine systematische und nachhaltige Entwicklung von sportlichen Spitzenleistungen sicherzustellen. In vorliegenden Konzepten sind viele Elemente für eine Neuausrichtung enthalten. Ziel ist, mit wirksamen Organisationsabläufen die Umsetzung von Steuerungsmodellen und konzeptionellen Orientierungen zu erreichen. Einen differenzierten Einblick, wie dieses Ziel erreicht werden soll, vermittelt der Beitrag Forschungs- und Serviceverbund Leistungssport (FSL) – Konzept für die prozessbegleitende Unterstützung im olympischen Spitzensport bis 2020 (Dirk Schimmelpfennig u.a.)

Der Beitrag der Wissenschaften für Coaching-Tätigkeiten im Sport (Helmut Digel) ist auf den erheblichen Bedeutungszuwachs fokussiert, den die Wissenschaften explizit für das Trainerhandeln aufweisen. Gute Trainer zeichnen sich dadurch aus, dass sie zur Rezeption wissenschaftlicher Erkenntnisse in der Lage sind und dass es ihnen gelingt, wissenschaftliches Wissen in praktisches Wissen zu überführen, will heißen: praxisrelevantes Wissen und unnötige Wissensbeständen zu differenzieren.

Dirk Büsch u.a. berichten über die Bedeutung, Diagnostik und Training der lokalen Rumpfkraftausdauer im Handball. Insbesondere für die lokale Rumpfkraftausdauer besteht ein dringender Bedarf an standardisierten Diagnoseinstrumenten, begründeten Zielgrößen und daraus abgeleiteten Trainingsempfehlungen. Mit dem sogenannten Bourban-Test kann die statische und dynamische Rumpfkraftausdauer der vorderen, hinteren und seitlichen Rumpfmuskulatur bestimmt werden. Orientierungswerte für unterschiedliche Altersstufen werden abgeleitet und Trainingsprogramme für ein funktionales Verhältnis der drei Muskelketten entwickelt.

Der Beitrag Macht und Vertrauen - Steuerungsstrategien von Trainern im Spitzensport (Klaus Cachay u.a.) bildet den zweiten Teil einer Serie von sechs Aufsätzen, in denen ausgewählte Forschungsergebnisse zu den Problemen der Trainer-Athlet-Kommunikation im Spitzensport vorgestellt werden. Ausgehend von der wohl begründeten Auffassung, dass es sich bei der Trainer-Athlet-Kommunikation um einen zentralen Faktor sportlicher Leistungserstellung handelt, bieten die Autoren Trainern wertvolle Anregungen zur Optimierung ihres Arbeitsalltags.

In der Rubrik Trainerforum gewährt Christoph Langen, der nach seiner langjährigen höchst erfolgreichen Athletenlaufbahn den Trainerberuf ergriff, Einblicke in den Trainings- und Wettkampfalltag seines – wieder zu internationaler Klasse erstarkten - Bobteams. Egbert J. Seidel leistet einen wertvollen Diskussionsbeitrag zum Thema Missbrauch von Medikamenten bei Sportlern und die Folgen. Darüber hinaus werden in der Rubrik Trainers Digest leistungssportrelevante Fragestellungen aufgegriffen.

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(Quelle: DOSB)

 
 

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