Athleten erörtern Fragen zur politischen Meinungsäußerung in Peking
In seiner „Entschließung für die Teilnahme an den Olympischen Spielen“ vom 24. März 2008 hat der DOSB sich ausdrücklich zum Prinzip des „Mündigen Athleten“ bekannt.
Der Vorsitzende des Beirates der Aktiven und Mitglied des DOSB-Präsidiums, Christian Breuer, hat wenige Tage nach Veröffentlichung der Entscheidung angekündigt, mit den Mitgliedern der deutschen Olympiamannschaft Möglichkeiten der Äußerungen des politischen Selbstverständnisses während des Zeitraums der Olympischen Spiele zu erörtern.
„Der Beirat der Aktiven im DOSB wird als gewähltes Sprechergremium der Athleten alle offenen Fragen mit den an einer politischen Meinungsäußerung während der Olympischen Spiele interessierten Athletinnen und Athleten erörtern“, sagt Breuer: „Dadurch soll sichergestellt werden, dass Athleten auch während der Olympischen Spiele ihre Meinung frei äußern können, ohne die Olympische Charta zu verletzen. Dies entspricht auch den Vorstellungen des DOSB-Präsidiums. Der Beirat der Aktiven im DOSB weiß auch, dass politische Meinungsäußerungen während der Olympischen Wettbewerbe und Zeremonien aufgrund der Regularien der IOC Charta nicht erlaubt sind.“
Die politische Neutralität des sportlichen Wettkampfes müsse gewahrt bleiben, ansonsten würden die Olympischen Spiele zur Äußerung einer Vielzahl berechtigter Anliegen (z.B. bei Konflikten zwischen Israel und Palästina oder Serbien und Kosovo) genutzt werden, was dem Sinn der Olympischen Spiele und der durch die Athleten gelebten Olympischen Familie widersprechen würde.
„Wir verteilen keine Maulkörbe“, erklärt DOSB-Generaldirektor Michael Vesper: „Jedem Athleten ist es möglich, seine Meinung vor, während und nach den Olympischen Spielen frei zu äußern. Selbstverständlich erwarten wir, dass die Regeln der Olympischen Charta eingehalten werden, wozu wir als Teilnehmer verpflichtet sind.“








