Ein Verbund von acht Berliner Hochschulen erhält vom Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) das Prädikat „Hochschule des Spitzensports“. Die Beuth Hochschule für Technik, die Hochschule für Gesundheit & Sport, die Hochschule für Wirtschaft und Recht, die Hochschule für Technik und Wirtschaft, die Charité, die Humboldt-Universität, die Technische Universität und die Freie Universität setzen sich mit ihrer Verbundbewerbung durch und dürfen diesen Titel nun ein Jahr lang führen. Top-Athleten, die an diesen Einrichtungen studieren, sind u.a. Britta Steffen, Doppel-Olympiasiegerin im Schwimmen, Katrin Mattscherodt, Olympiasiegerin im Eisschnelllauf, Lena Schöneborn, Olympiasiegerin im Modernen Fünfkampf, und Jenny Wolf Olympia-Silbermedaillengewinnerin im Eisschnelllauf.
„Die acht angeschlossenen Hochschulen fördern in vorbildlicher Art und Weise die duale Karriere von Sportlerinnen und Sportlern. Sie ermöglichen den Athleten eine enge Abstimmung zwischen den Anforderungen des Hochleistungssports und des Studiums und tragen so dazu bei, dass Deutschland in der Weltspitze mithalten kann“, sagte DOSB-Präsident Thomas Bach am Dienstag in Frankfurt/Main. Bach, 1976 Olympiasieger im Fechten, wird die Auszeichnung am Mittwoch, 30. November, in Berlin an Vertreter der Hochschulen überreichen.
„Die Duale Karriere eines Sportlers, die Vereinbarkeit von Spitzensport, Schule, Ausbildung und Beruf, ist eine zentrale Grundlage für Erfolge im Hochleistungssport“, begründet Thomas Bach das Engagement des DOSB in diesem Bereich. DOSB, Kultusministerkonferenz (KMK), Sportministerkonferenz (SMK) und Hochschulrektorenkonferenz (HRK) vereinbarten 2008 in einer gemeinsamen Erklärung den Aufbau und die Weiterentwicklung von Infra- und Förderstrukturen im Spitzensport in unmittelbarer Nähe der Studienorte. Daraus resultierte dann die Einführung des DOSB-Prädikats „Hochschule des Spitzensports“.
Es wird nun bereits zum vierten Mal vergeben. Schon bei der Premiere 2007 war mit der Technischen Fachhochschule, der heutigen Beuth Hochschule für Technik, die Teil der nun erfolgreichen Verbundbewerbung ist, eine Berliner Hochschule ausgezeichnet worden. Preisträger 2008 war die Fachhochschule Ansbach, Preisträger 2009 die Verwaltungsfachhochschule Wiesbaden. Im Jahr 2010 setzte sich erstmals eine Verbundbewerbung durch.
Der Hochschulstandort Berlin und der zuständige Olympiastützpunkt (OSP) haben zahlreiche Maßnahmen ergriffen, um die Vereinbarkeit von Spitzensport und Hochschulstudium zu fördern. Dazu gehören:
Die Entscheidung über die Preisträger traf das DOSB-Präsidium auf Vorschlag der „AG Duale Karriere“. Diese setzt sich aus Vertretern des DOSB, des Beirats der Aktiven, des Allgemeinen Deutschen Hochschulsportverbandes (adh), der Olympiastützpunkte (OSP) und der Sportministerkonferenz (SMK) zusammen.
Die gemeinsame Bewerbung der Berliner Hochschulen >>>
(Quelle: DOSB)