Bundespräsident Steinmeier fordert glaubwürdigen Spitzensport

24.11.2017

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat gefordert, die Werte des Sports auch in Zeiten globaler Doping- und Korruptionsskandale zu verteidigen:

Bundespräsident Steinmeier mit den Mitgliuedern der Hall of Fame des deutschen Sports; Foto: Deutsche Sorthilfe/picture-alliance

„Wir müssen uns auf den Weg machen, Verbündete suchen und den Mut finden, neu anzufangen“, sagte Steinmeier beim Forum „Werte des Sports“ anlässlich des 50-jährigen Jubiläums der Deutschen Sporthilfe in der Hauptstadtrepräsentanz der Deutschen Telekom in Berlin.

„Wir müssen es schaffen, dass die Menschen auch Großereignisse wie die Olympischen Spiele nicht nur akzeptieren, sondern wieder wollen“, sagte Steinmeier, Schirmherr der Deutschen Sporthilfe. „Wir brauchen transparente Sportorganisationen, Sponsoren, die sich anschließen und die Anti-Doping-Bewegung stärken. Ich habe den größten Respekt vor all den Sportlern, die trotz Leistungsdruck nicht dopen. Sie sind unsere Helden und Vorbilder.“

Steinmeier betonte die Bedeutung des Sports für die moderne Gesellschaft. „Die Idee des Sports als sozial verbindendes Element, als Ort der Integration von Menschen verschiedener Herkunft ist uns wichtig und wertvoll geworden“, sagte der Bundespräsident. In einer zunehmend von Wahrnehmungsblasen geprägten Welt sei Sport „ein Bezugspunkt, der für Menschen aller Schichten und Generationen der Gesellschaft gemeinsames Erleben sein kann.“ Diesen gelte es zu bewahren. „Die Deutsche Sporthilfe ist uns dabei ein Vorbild und Ansporn“, sagte Steinmeier.

Die Arbeit der Stiftung lobte der Bundespräsident als wichtigen Bestandteil einer „modernen Idee“ des Sports. „Die Sporthilfe ist aus unserer Sportlandschaft nicht mehr wegzudenken“, sagte er. „Sie hilft uns, die Wege in den Spitzensport zu öffnen und das nicht nur aus Zuschauerperspektive, sondern aktiv auf dem Platz, auf der Bahn, im und auf dem Wasser.“ Der Bundespräsident hatte im April wie seine Vorgänger die Schirmherrschaft für die Stiftung Deutsche Sporthilfe übernommen.

Neue Ausrichtung der Hall of Fame

Auf der Grundlage einer inhaltlichen Auseinandersetzung mit dem Thema „Werte des Sports“ wurde bei der Veranstaltung in Berlin auch über die Ausrichtung der 2006 ins Leben gerufenen „Hall of Fame des deutschen Sports“ diskutiert. Prof. Dr. Gunter Gebauer, Sportphilosoph der FU Berlin, forderte in einem Impulsvortrag, dass Mitglieder der “Hall of Fame“ sich durch „modellhaftes Verhalten“ auszeichnen sollten.

Die drei Träger der „Hall of Fame“ – die Deutsche Sporthilfe, der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) und der Verband Deutscher Sportjournalisten (VDS) – hatten sich im Vorfeld auf ein Leitbild für Sportlerpersönlichkeiten verständigt, die für eine Aufnahme in die Ruhmeshalle in Frage kommen können.

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(Quelle: Deutsche Sporthilfe)


 
 

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