Die Handball-Weltmeisterschaft der Frauen in Deutschland

29.11.2017

Vom 1. bis 17. Dezember ist der Deutsche Handballbund (DHB) Gastgeber der 23. IHF Weltmeisterschaft der Frauen. Die Spiele des deutschen Teams sind alle im Fernsehen zu sehen.

Die deutschen Handballerinnen beim Testspiel gegen Island in Dresden. Foto: picture-alliance

Insgesamt 24 Teams haben sich zusammen mit der DHB-Auswahl als Ausrichter und neben Norwegen als Titelverteidiger qualifiziert. Die insgesamt 84 Begegnungen werden an sechs Spiel-orten ausgetragen: Leipzig (Kapazität 6250 Plätze), Hamburg (12.500), Trier (4100), Magdeburg (6200), Bietigheim-Bissingen (4200), Oldenburg (5250) – alles Spielorte bzw. Regionen, in denen der Frauen-Handball in Deutschland mit höherklassigen Vereinsmannschaften „zuhause“ ist.

Die deutsche Nationalmannschaft um den 56-jährigen DHB-Bundestrainer Michael Biegler gehört zur Gruppe D, die sämtliche Vorrundenspiele in Leipzig austrägt: Zusammen mit den im Tableau gesetzten Niederländerinnen wurden folgende Mannschaften zugelost: Serbien, Südkorea, China und Kamerun. Die jeweils besten vier Nationen aus den vier Vorrundengruppen qualifizieren sich für das Achtelfinale, wo dann im sogenannten K.o.-Modus weitergespielt wird.

Alle Spiele der deutschen Mannschaft – das steht erst seit wenigen Tagen fest – werden im frei empfänglichen Fernsehen (Sport 1 bzw. bei deutscher Beteiligung am Final-Wochenende ARD/ ZDF) übertragen: So gleich das Auftaktspiel der WM am 1. Dezember um 19 Uhr gegen Kamerun, am 3. Dezember um 20.30 Uhr gegen Südkorea, am 5. Dezember um 18 Uhr gegen Serbien, am 6. Dezember um 18 Uhr gegen China und schließlich die Partie gegen die Niederlande am 8. Dezember um 18 Uhr.

Die letzten großen Erfolge des DHB-Teams bei Weltmeisterschaften liegen schon einige Jahre zurück: Den letzten WM-Titel gab es vom Team des wiedervereinigten Deutschlands 1993 bei der WM in Norwegen in einem dramatischen 22:21-Finale nach Verlängerung gegen Dänemark; danach nur noch zweimal Platz drei (1997 und 2007). Dabei steht Deutschland in der ewigen Weltmeister-Rangliste hinter der Sowjetunion bzw. Russland mit insgesamt vier WM-Titeln sogar auf Platz zwei vor Norwegen. Eingerechnet sind darin die drei Hallen-Titel des Deutschen Handball-Verbandes der DDR aus den Jahren 1971, 1975 und 1978.

Handball zunächst als Sport für Frauen und Mädchen

Vor vier Wochen hat der DHB in Berlin den 100. Geburtstag seiner Sportart groß gefeiert. Insofern kann die Ausrichtung der WM im Dezember als ein nachträgliches Geburtstagsgeschenk für den Frauen-Handball gewertet werden – denn: Als am 29. Oktober 1917 in Berlin erstmals Regeln unter der Bezeichnung Handball verabschiedet wurden, waren diese ausschließlich für das (körperlose) Spiel der Mädchen und Frauen gedacht. Sie haben den Handballsport hierzulande in der Regie des Berliner Turnrates aus der Taufe gehoben und sowohl in der Halle als auch draußen populär gemacht.

Erst zwei Jahre später wurde dann ebenfalls in Berlin die Männer-Variante auf dem großen (Fußball-) Feld erfunden. Deswegen sei auch daran erinnert, dass – zwar sehr viel später im Ver-gleich zu den Männern –  sogar drei Weltmeisterschaften auf dem Feld für Frauen ausgetragen wurden: Zuerst war das im Jahre 1949 in Ungarn noch ohne deutsche Beteiligung, aber dann 1956  in der Bundesrepublik, wo das DHB-Team im Finale gegen Rumänien mit 6:5 unterlag. Im Jahre 1960 in den Niederlanden sprang dann noch Platz drei für die gesamtdeutsche Mannschaft nach einem 3:1-Sieg gegen die Gastgeberinnen heraus.

Übrigens: Bei den Männern dauerte die WM-Ära im Feldhandball von 1938 bis 1966 – mit dem ewigen Weltmeister Bundesrepublik Deutschland (u.a. mit Kapitän Erwin Porzner, Herbert Lübking, Josef Karrer und dem späteren ZDF-Sportkommentator Peter Hattig), wo man zuletzt in Österreich mit sechs Teams im Modus „jeder gegen jeden“ aufeinander traf und die Auswahl der DDR auf Platz zwei vor Österreich landete. Bis dahin hatten deutsche Auswahlmannschaften sechs von sieben Weltmeisterschaften gewonnen. Es könnte sogar sein, dass bald ein weiterer Titel hinzukommt: Anfang 2019 ist nämlich Deutschland zusammen mit Dänemark erstmals ge-meinsamer Gastgeber der nächsten WM – vorher gilt es aber für das DHB-Team von Bundestrai-ner Christian Prokop noch, den Titel als aktueller Europameister im Januar 2018 in Kroatien erfolgreich zu verteidigen.

Weitere tagesaktuelle Informationen und Hinweise zum Bezug von Tickets für die WM-Spiele der Frauen im Dezember in Deutschland sind abrufbar über die DHB-Homepage unter www.dhb.de sowie auf der Turnierwebseite www.germanyhandball2017.com.

(Quelle: DHB)

 Kategorie: Leistungssport, Mitgliedsorganisationen, Top News

 
 

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