Ehemaliger DDR-Gewichtheber Gerd Bonk gestorben

21.10.2014

Der einstige Gewichtheber Gerd Bonk, Silbermedaillengewinner der Olympischen Spiele 1976 in Montreal im Superschwergewicht, ist an diesem Montag nach langer, schwerer Krankheit in seinem Heimatort Greiz verstorben.

Gerd Bonk ist tot. Das Foto zeigt ihn 2002, als er in Berlin mit dem Georg-von-Opel-Preis in der Kategorie "Besondere Kämpfer" ausgezeichnet wurde. Foto: picture-alliance

Das gab der Verein „Doping-Opfer-Hilfe“ (DOH) am Dienstag bekannt.

Bonks Tod sei für die Mitglieder des DOH eine traurige Tatsache, habe aber zugleich auch seine Symbolik, heißt es in dem Nachruf. Der einst „stärkste Mann der Welt“, staatlich anerkanntes Dopingopfer, war im DDR-Sport innerhalb des Staatsplans 14.25 mit jährlichen Anabolika-Mengen bis zu 11 500 mg Oral Turinabol gedopt worden. „Nachdem er 1984 die erwarteten Leistungen nicht mehr lieferte, wurde er fallengelassen und erhielt in seinem Sportclub Karl-Marx-Stadt keinerlei medizinische Betreuung mehr“, schreibt die DOH. „Kurz nach dem Ende seiner Karriere wurde er invalidisiert, wegen kaputter Nieren sowie schwerer Organschäden und saß von da an im Rollstuhl.“

„Verheizt von der DDR, vergessen vom vereinten Deutschland“, so habe Gerd Bonk selbst einmal sein Leben beschrieben. Ende September war er nach einem Totalzusammenbruch und zweifacher Reanimation ins Koma gefallen.

(Quelle: Verein „Doping-Opfer-Hilfe" / DOSB)


 
 

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