Flexibles Lehren und Lernen

17.01.2011

Schulleiter Stefan Kantsperger spricht über das Erfolgsgeheimnis der "Eliteschule des Sports 2010" Berchtesgaden

Stefan Kantsperger. Copyright: privat

Im vergangenen Jahr hat auch für Stefan Kantsperger ein neues Schuljahr begonnen: als Leiter der CJD Christopherusschulen Berchtesgaden. Bei deren Auszeichnung zur „Eliteschule des Sports 2010“ beim DOSB-Neujahrsempfang stand der Bad Reichenhaller nun im Mittelpunkt. Im Interview spricht er über die Stärken des bayerischen Standortes und über anstehende Herausforderungen.

Herr Kantsperger, zuerst einmal herzlichen Glückwunsch zur Auszeichnung! Für Sie sicherlich ein schönes, nachträgliches Willkommensgeschenk...

Stefan Kantsperger: Danke für die Glückwünsche! Die Auszeichnung ist natürlich eine besondere Ehre für unsere Schule und wir freuen uns darüber, dass unsere Arbeit in dieser Form Anerkennung findet.

Sie sind seit etwa einem Vierteljahr Schulleiter an der EdS in Berchtesgaden. Was ist Ihrer Meinung nach das Besondere, das Ihre Schule deutschlandweit auszeichnet?

Das ist eine Kombination aus mehreren Faktoren: langjährige Erfahrung (wir feiern dieses Jahr 40 Jahre Förderung von Leistungssportlern!), hohe Flexibilität, engagierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und natürlich eine einmalige geographische Lage auf über 1200 Metern Meereshöhe.

Die optimale Koordination von Schule und Sport ist ein wichtiges Kriterium zur Ermittlung einer Eliteschule des Jahres. Für einen Pädagogen ist es sicher nicht immer leicht, das richtige Maß zu finden. Wo liegen Ihre Schwerpunkte?

Diese Koordination verlangt ein hohes Maß an Flexibilität, beispielsweise bei schriftlichen Prüfungen. Die Sportler sind an unserer Schule ja in den normalen Klassenverband eingebunden, können aber vielfach an Klausuren nicht teilnehmen. Es müssen daher nicht nur Ersatztermine gefunden werden, sondern es muss in vielen Fällen der versäumte Unterrichtsstoff in Nachführunterricht aufgearbeitet werden. Da unsere Sportler aus den unterschiedlichsten Disziplinen kommen, haben sie auch unterschiedliche Terminpläne. Zudem gibt es oftmals noch kurzfristige Veränderungen. Das alles muss koordiniert werden, denn am Ende liegt unser Hauptschwerpunkt in der Vermittlung eines guten schulischen Abschlusses parallel zur sportlichen Karriere.

Der Titel „Eliteschule des Sports 2010“ ist zunächst einmal Grund genug, stolz auf das Erreichte zu sein. Welches sind dennoch die drängendsten To-Do‘s, die Ihrer Meinung nach in den kommenden Monaten anstehen?

An erster Stelle steht natürlich zunächst einmal der doppelte Abiturjahrgang in Bayern durch den Zusammenfall des letzten G9-Jahrgangs mit dem ersten G8-Jahrgang. Da sind wir schon im März mit den ersten Prüfungen gefordert. Danach freuen wir uns auf die Einweihung unserer brandneuen Doppelturnhalle, die unseren Sportlern beste Trainingsmöglichkeiten verschafft. Und wir sind ständig bemüht, unsere Organisation zu verbessern, indem wir uns beispielsweise über moderne Wege in der Versorgung mit Unterrichtsmaterial bei langer Abwesenheit Gedanken machen.

Zur Person: Stefan Kantsperger ist seit 1992 an den CJD Christophorusschulen Berchtesgaden tätig und unterrichtet in Englisch und Geschichte. Zusätzlich übernahm er die Funktion des Unterstufenbetreuers und war Mitglied der Schulleitung. Nachdem der bisherige Schulleiter Thomas Schröder-Klementa an die Deutsche Schule in Kairo gewechselt ist, wurde Kantsperger als Leiter des Gymnasiums berufen und führt als Jugenddorfleiter die CJD Christophorusschulen Berchtesgaden.


 
 

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