Fortentwicklung des wissenschaftlichen Verbundsystems (WVL)

12.01.2016

Der DOSB und das Bundesministerium des Innern (BMI) entwickeln aktuell gemeinsam mit den Bundesländern ein Gesamtkonzept zur Neuausrichtung der Leistungssportförderung in Deutschland.

Technikanalyse einer Schwimmerin im Strömungskanal des Instituts für Angewandte Trainingswissenschaft (IAT) in Leipzig. Foto: picture-alliance

Ein besonderes Augenmerk innerhalb dieses Prozesses liegt darauf, die Koordinierung von wissenschaftlichen Unterstützungsleistungen für den Leistungssport zu verbessern. Neben einem ausgewogenen Trainingssystem ist eine innovative wissenschaftliche Unterstützung des Leistungssports ein Erfolgsfaktor, um Leistungsreserven ausschöpfen zu können.

Für diese Unterstützung stehen den Spitzenverbänden in Deutschland verschiedene Partner mit individuellen Arbeitsaufträgen zur Verfügung. Im sogenannten wissenschaftlichen Verbundsystem Leistungssport (WVL) sind folgende Partner zusammengefasst: Olympiastützpunkte (OSP), Institut für angewandte Trainingswissenschaft (IAT), Institut für Forschung und Entwicklung von Sportgeräten (FES), Trainerakademie des DOSB (TA), Führungsakademie des DOSB (FA), Bundesinstitut für Sportwissenschaft (BISp), Hochschulen, Spitzenverbände und DOSB.

Um die Zusammenarbeit der einzelnen Partner und vor allem die Koordinierung des gesamten Wissenschaftssystems in Zukunft effizienter zu gestalten, wird dieses aktuell von einem Team der Unternehmensberatung Kienbaum Management Consultants GmbH (Kienbaum) evaluiert. Nach initialen Experteninterviews werden nun im zweiten Schritt Online-Fragebögen an Wissenschaftler, Athleten, Trainer, Koordinatoren, Manager und Offizielle in den Verbänden und weitere Teilnehmer des Leistungssportsystems versendet.

Zur Mitwirkung an der Befragung können Interessierte sich an den Referenten für das Wissenschaftsmanagement des DOSB Christian Wachsmuth (wachsmuth(at)dosb.de) wenden. Aus den Ergebnissen der Befragung werden die Partner des Verbundes auf Einladung und mit Hilfe von Kienbaum in bis zu vier Workshops im Frühjahr 2016 ein Zukunftskonzept für das WVL entwickeln.

Das finale Ergebnis des Prozesses wird dann im Juli 2016 in einem Abschlussbericht vorgestellt. Um ein möglichst repräsentatives Ergebnis zu erhalten, ist Kienbaum auf die zahlreichen Erfahrungen der Befragten mit den wissenschaftlichen Unterstützungsleistungen angewiesen. Eine Mitwirkung ist ausdrücklich auch erwünscht, wenn bisher nur geringe Verbindungen zu wissenschaftlichen Unterstützungsleistungen bestanden.

Das Ergebnis der Umfrage ist Grundlage für die Bewertung des Wissenschaftssystems für den Leistungssport, auf deren Basis eine Verbesserung des WVL herbeigeführt werden soll. Je größer diese Basis ist, umso besser kann diese Neustrukturierung durchgeführt werden.

(Quelle: DOSB)

 Kategorie: Leistungssport, Top News

 
 

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