Gemeinsam gut spielen und eine Medaille gewinnen

31.07.2015

Special Olympics Deutschland (SOD) hat bei den Special Olympics World Games 2015 in Los Angeles ein Interview mit den Athletensprechern der deutschen Delegation geführt.

Sina Marie Schellenberger (li.) und Katrin Kerkau mit SOD-Präsidentin Christiane Krajewski beim Empfang im deutschen Generalkonsulat in Los Angeles. Foto: SOD/Luca Siermann

Katrin Kerkau (28) und Sina Marie Schellenberger (16) aus Thüringen sind bei den Special Olympics Weltspielen in Los Angeles gemeinsam mit Leichtathlet Sebastian Kröger die Athletensprecher der Deutschen Delegation. Beide gehen gemeinsam im Tischtennis Unified Wettbewerb an den Start – dabei spielt Special Olympics Athletin Katrin Kerkau zusammen mit Unified Partnerin Sina Marie Schellenberger im Doppel. Im Gespräch mit Tom Hauthal, Mitglied der Delegationsleitung, schildern beide ihre Eindrücke von den noch bis Sonntag laufenden Weltspielen in Los Angeles.

SOD: Katrin und Sina, wie ist Euer Eindruck von den Weltspielen in Los Angeles und was habt Ihr schon erlebt?

Katrin Kerkau: Bisher waren wir fast ausschließlich in unserer Halle unterwegs. Die Eröffnungsfeier hat mir sehr gut gefallen, daran werde ich noch lange denken.

Sina Marie Schellenberger: Ich war früher großer Avril Lavigne Fan, daher habe ich mich sehr gefreut, sie bei der Eröffnung live zu hören und zu sehen.

SOD: Wie liefen denn die sportlichen Wettbewerbe für Euch bislang?

Schellenberger: Ehrlich gesagt ist der Wettbewerbsablauf noch nicht optimal. Wir erfahren sehr kurzfristig, ob und wann wir spielen. Es gibt viel Wartezeit, das ist nicht so angenehm. Die Klassifizierung am Dienstag hat aber ganz gut geklappt.

Kerkau: Ich habe im Einzel schon Silber gewonnen, damit bin ich natürlich sehr zufrieden. Die ersten beiden Spiele habe ich gewonnen, gegen die Ungarin war es dann sehr schwer. Sie hat richtig gut gespielt, das kann ich akzeptieren.

SOD: Sina, wie fandest Du den Einzel-Auftritt Deiner Doppel-Partnerin?

Schellenberger: Sie hat ihr Bestes gegeben und kam gut in die Spiele rein. Es geht hier ja nicht nur um Medaillen – sie konnte auch viele gute Erfahrungen sammeln. Aber Silber ist ein tolles Ergebnis!

SOD: Ihr seid beide Athletensprecherinnen der Deutschen Delegation bei den Weltspielen 2015 – somit für 138 Personen „verantwortlich“. Was ist genau Eure Aufgabe und wie gefällt sie Euch?

Kerkau: Wir bekommen viele Interview-Anfragen. Bei verschiedenen Anlässen durften wir vor vielen Menschen sprechen, zum Beispiel beim Empfang im Generalkonsulat in LA.

Schellenberger: Das ist eine tolle Erfahrung, vor so vielen Personen zu sprechen. Und das teilweise auch auf Englisch. Ich habe das vorher in meinem privaten Umfeld aber auch schon ab und an getan.

Kerkau: Langsam gewöhne ich mich auch daran. Anfangs war ich sehr nervös, aber mittlerweile denke ich da gar nicht mehr so dran.

SOD: Ihr seid jetzt schon gute zehn Tage von Zuhause weg. Was fehlt Euch denn besonders bzw. worauf freut Ihr Euch, wenn es wieder nach Hause zurück geht?

Schellenberger: Ich freue mich besonders auf besseres, gewohntes Essen. Hier im Athletendorf gibt es typisch amerikanische Küche, die ist nicht besonders gesund. Außerdem freue ich mich auf meine kleine Schwester Nele.

Kerkau: Ich freue mich auch auf besseres Essen und mein angenehmes Bett Zuhause. Das gute Wetter werde ich aber mit Sicherheit auch vermissen.

SOD: Und was bleibt Euch besonders in Erinnerung?

Kerkau: Darüber denke ich noch nicht nach, ist noch zu früh. Meine Einzelmedaille bleibt sicher in Erinnerung, aber wir wollen im Doppel natürlich auch noch gut spielen.

Schellenberger: Da schließe ich mich Katrin an. Mindestens eine Medaille wollen wir im Unified Doppel gewinnen. Hoffentlich klappt das, wir werden unser Bestes geben!

SOD: Wir drücken Euch dafür die Daumen! Hattet Ihr abseits des sportlichen Geschehens schon Gelegenheit, Los Angeles zu besichtigen oder die anderen deutschen Athleten anzufeuern?

Kerkau: Gestern Nachmittag hatten wir mal ein paar Stunden frei. Wir waren in Santa Monica und haben den Strand erkundet. Eingekauft habe ich aber wesentlich weniger als Sina. (Beide lachen)

Schellenberger: Das stimmt, ich war ordentlich shoppen. Zwei Paar Schuhe und einige T-Shirts habe ich mir gegönnt.

Kerkau: Wenn wir mit unseren Wettbewerben fertig sind, möchte ich sehr gern einmal bei den Handballern vorbeischauen. Da ist immer sehr gute Stimmung und ich hoffe, dass sie dann eine Medaille gewinnen können.

SOD: Vielen Dank für das Interview und der gesamten Deutschen Delegation einen erfolgreichen Abschluss der Weltspiele 2015.

(Quelle: SOD/Tom Hauthal)

 
 

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