Sportdeutschland sucht den spitzensportfreundlichsten Betrieb

27.07.2015

Unternehmen, die optimale Bedingungen für Spitzensport, Ausbildung und Beruf bieten, werden künftig vom DOSB, der Sportministerkonferenz der Länder (SMK) und dem DIHK für ihr Engagement ausgezeichnet.

Ein im Mai gestarteter Wettbewerb läuft noch bis zum 31. August 2015. Die Preisverleihung erfolgt bei der 39. Sportministerkonferenz am 12./13. November 2015 in Köln. Den ausgezeichneten Unternehmen wird ein gemeinsames Logo  versehen mit der Jahreszahl für ihren Betrieb zur Verfügung gestellt.

„Ich weiß aus meiner eigenen Erfahrung, wie groß die Herausforderung ist, Berufsausbildung und Sport miteinander zu verbinden“, sagt der für Leistungssport zuständige DOSB-Vizepräsident Ole Bischof, 2008 in Peking Olympiasieger im Judo und 2012 in London Silbermedaillengewinner. „Die Athletinnen und Athleten zeigen großen Einsatz, um diesen Spagat zu schaffen und brauchen dabei viel Verständnis auf Seiten ihrer Arbeitgeber. Von daher begrüße ich es sehr, dass wir mit dieser Auszeichnung vorbildliche Betriebe ehren und in der Öffentlichkeit vorstellen werden. Das motiviert hoffentlich viele, es nachzumachen.“ Von Großunternehmen, aber auch vom Mittelstand erhoffe man sich noch mehr Unterstützung für Spitzensportlerinnen und Spitzensportler, die bei Olympischen Spielen, Welt- und Europameisterschaften für Sportdeutschland an den Start gehen, so Bischof weiter.

DOSB, SMK und DIHK gehen davon aus, dass derzeit etwa 200 spitzensportkompatible Ausbildungsplätze und ca. 300 mit dem Spitzensport vereinbare Arbeitsplätze fehlen, um den Besten der Besten unter den Aktiven berufliche Perspektiven aufzuzeigen. Dabei dürfe, so die Initiatoren selbstbewusst, getrost von einer win-win-Situation ausgegangen werden, denn Spitzensportlerinnen und Spitzensportler bereichern Unternehmen nicht nur durch ihre Spitzenleistungen, sondern auch in puncto Disziplin, Ehrgeiz, Motivation sowie durch ihr Zeit- und Stressmanagement.

„Die Optimierung der dualen Karriereplanung ist ein unverändert aktuelles Thema, dem die Sportministerkonferenz seit Jahren besondere Aufmerksamkeit schenkt. Durch die partnerschaftliche Zusammenarbeit von Sport, Wirtschaft und Politik werden wir auch weiterhin Fortschritte für die Athletinnen und Athleten erzielen“, sagt Ute Schäfer, Vorsitzende der Sportministerkonferenz und Sportministerin des Landes Nordrhein-Westfalen.

Grundlage dieser Anstrengungen zugunsten bestmöglicher Bedingungen für eine duale Karriere ist die gemeinsame Erklärung „Spitzensport und Karriere in IHK-Berufen“ aus 2010 und ein Beschluss der Sportministerkonferenz von November 2014.

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(Quelle: DOSB)

 
 

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