Sportler des Tages – Martin Braxenthaler (Ski alpin)
Einem verhaltenen Auftakt folgten zwei Paukenschläge des vierfachen Paralympicsiegers von 2002, Martin Braxenthaler. Nach dem Sieg im Super-G holte sich der Monoskifahrer aus Traunstein auch die Goldmedaille im Riesenslalom der Winter-Paralympics in Turin.
Holte zweimal Gold in Turin: Martin Braxentaler (Fotos: dpa).
„In den Speeddisziplinen habe ich in diesem Jahr einen Rückstand, deshalb mache ich mir noch keine Sorgen. Erst wenn es auch nach dem Riesinger nicht geklappt hat, kann man kann es eng werden“, hatte Braxenthaler nach dem 12. Platz im Abfahrtslauf erklärt. Dann platzte der Knoten aber überraschend schon im Super-G. „Das war heute ein sehr schöner Kurs und ich habe einen hervorragenden Lauf erwischt. Obwohl ich vor meinen Hauptkonkurrenten starten musste, war ich nicht nervös und habe mich auf meinen Lauf konzentriert“, war der Kommentar von Martin Braxenthaler, der sich damit ein schönes nachträgliches Geschenk zu seinem am ersten Wettkampftag gefeierten 34. Geburtstag machte. Mit der Zeit von 1:12,83 min lag er deutlich vor den beiden Österreichern Harald Eder (1:14,43) und Robert Fröhle (1:15,04).
Trotz eines Vorsprungs von rund einer Sekunde war der Perfektionist im Riesenslalom mit dem ersten Durchgang noch nicht ganz zufrieden. Nur 37 Hundertstelsekunden war er schneller als der starke Japaner Taiki Morii. „Das ist noch knapp, da muss ich noch mehr attackieren“, war die Devise des Traunsteiners vor dem zweiten Lauf. Und er setzte sein Vorhaben in die Tat um. Kontrolliert, aber dennoch schnell fegte er durch die Tore und ließ keinen Zweifel an seinem zweiten Erfolg aufkommen. Auf 1,61 Sekunden baute der Traunsteiner nach der erneuten Laufbestzeit im zweiten Durchgang und mit der Gesamtzeit von 1:50,83 min den Abstand auf Morii (1:52,44) aus.
Fragen nach der Fortsetzung seiner Karriere wollte Braxenthaler nach dem vorletzten Rennen der Paralympics 2006 noch nicht endgültig beantworten, der sich lobend über die Organisation und Pisten in Sestriere aussprach. „Vancouver wäre aber schon ein schönes Ziel“, ließ er Interesse an weiteren paralympischen Starts durchblicken, „aber jetzt kommt hier noch der Slalom.“












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