Sportler des Tages: Michael Bentele (Ski nordisch)
Seine Nominierung für die Paralympics stand lange auf der Kippe. Durch gute Ergebnisse bei den Weltcup-Rennen in Val di Fiemme und Lillehammer eroberten sich der blinde Michael Bentele aus Tettnang und sein Begleitläufer Thomas Friedrich dann aber doch einen Platz im deutschen Team für die Spiele in Turin.
Mit guten Leistungen in den bisherigen Rennen haben sie das in sie gesetzte Vertrauen auch gerechtfertigt.
Der 9. Platz (29:37,9 min) im Mittelstreckenrennen (klassischer Stil) war das letzte Ausrufezeichen des immer etwas im Schatten seiner erfolgreicheren Schwester Verena stehenden Studenten. Während sie als Shootingstar bereits bei ihrem ersten internationalen Auftritt bei den Europameisterschaften in Tobolsk (Sibirien) 1997 eine Medaille holte und danach bei zwei Paralympics immer Edelmetalle gewann, musste sich der 25-Jährige Stück für Stück in der äußerst stark besetzten Sehbehinderten/Blinden-Klasse der Männer an die absolute Spitze heran kämpfen. Sportprofis, wie der Kanadier Brian McKeever oder die Läufer aus Russland und der Ukraine, sind seine Gegner im Kampf um die Spitzenpositionen.
In dem deutlich verschärften Konkurrenzkampf gelang Michael Bentele gleich zum Auftakt mit dem 5. Platz im Biathlon-Langstreckenrennen über 12,5 Kilometer die beste internationale Platzierung seiner Karriere. Im Biathlon-Sprint über 7,5 Kilometer ließ er Platz sechs folgen, wobei eine schwächere Schießleistung bei der ersten Serie eine Wiederholung der vorherigen Platzierung verhinderte. Auf Platz 10 im Kurzstreckenrennen folgte über die 10 Kilometer-Distanz jetzt Rang 9. Michael Bentele: „Ich kann absolut zufrieden sein mit meiner Leistung. Meine Laufform passt auf den Punkt. Die Strecke verlangt viel Doppelstockeinsatz und das kommt mir sehr entgegen.“













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