Sportministerkonferenz unterstützt Kampf gegen Doping

13.09.2013

Die Konferenz der Sportminister hat sich am Freitag in Wiesbaden einstimmig dafür ausgesprochen, die Einführung eines Straftatbestandes Dopingbetrug zu prüfen und gleichzeitig die Sportgerichtsbarkeit zu erhalten.

Michael Vesper: Jederzeit offen für sinnvolle gesetzliche Verschärfungen (Picture Alliance)

Der Vorsitzende der Sportministerkonferenz, Hessens Sportminister Boris Rhein, sagte, er halte ein Anti-Doping-Gesetz für längst überfällig. „Allerdings muss ein solches Gesetz gut überlegt und klug gemacht sein, wir sollten nichts übers Knie brechen. Wir sind alle gut beraten einen Paradigmenwechsel im Umgang mit dem Thema Doping einzuleiten. Das sollten wir als Chance begreifen und diese entsprechend nutzen.“

Er unterstütze deshalb die Arbeit der eingesetzten Expertenkommission beim Bundesinnenministerium, deren Arbeitsergebnisse ebenfalls in die Überlegungen der Sportminister einfließen sollen, ergänzte der hessische Minister.

„Wir haben gesetzliche Regelungen zum Anti-Doping-Kampf. Diese sind im Arzneimittelgesetz verankert“, sagte DOSB-Generaldirektor Michael Vesper nach der Sportministerkonferenz. "Aber wir sind jederzeit offen für sinnvolle gesetzliche Verschärfungen, die dem Anti-Doping-Kampf dienen."

„Selbstverständlich“ fordere die Sportministerkonferenz von allen Beteiligten Aufklärung zum Dopingmissbrauch in der Vergangenheit, heißt es in einer Mitteilung der Konferenz. Auf dieser Grundlage wollen die Sportministerinnen und Sportminister systematisch Bedingungen und Strukturen stärken, um Manipulationen durch Doping im Sport konsequent zu verhindern.

Neben dem Thema Doping diskutierte die Sportministerkonferenz weitere Zukunftsgefährdungen für den Sport. Das Plenum war sich einig darin, dass Spielmanipulation, Wettbetrug und Korruption die Integrität des Sports bedrohen. Wenn sich diese Entwicklung fortsetze, bestehe die Gefahr, „dass der Sport neben seiner Faszination auch jeglichen Vorbildcharakter und sämtliche Glaubwürdigkeit, mit allen negativen Folgen, verliert“, erklärten die Minister.

„Die Sportministerkonferenz hat eine klare Haltung: Wir müssen diesen Gefahren für den Sport, gemeinsam mit den Justiz- und Innenministern, offensiv entgegen treten“, ergänzte Boris Rhein. „Letztlich können wir es uns nicht leisten durch Spielmanipulation, Wettbetrug und Korruption die Akzeptanz der Menschen für den Sport und damit die Zukunftsfähigkeit des Sports aufs Spiel zu setzen. Denn der Sport ist der Kitt, der unsere Gesellschaft zusammenhält.“

Duale Karriere

Von Wiesbaden ging aber auch ein deutliches Signal an alle Spitzensportlerinnen und Spitzensportler. Die Sportministerkonferenz machte deutlich, dass die „Duale Karriere“ ein Erfolgsmodell sei, das es fortzusetzen und auszubauen gelte.

Derzeit arbeiten und trainieren 250 Spitzensportlerinnen und –sportler in den Polizeisportfördergruppen der Länder und verbinden so erfolgreich Sport mit Beruf.

(Quelle: SMK, DOSB)

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