Team Deutschland

29.01.2018

In PyeongChang tritt die deutsche Olympiamannschaft erstmals als Team Deutschland auf. Es soll Athletinnen und Athleten auch über die Spiele hinaus verbinden.

Sportlerinnen und Sportler präsentieren die Olympia-Kollektion für Pyeongchang 2018. Foto: picture-alliance

Es sind Äußerlichkeiten. Aber das gehört im Mannschaftssport dazu. Symbole, Farben und die gemeinsame Selbstdarstellung, so sagen Soziologen, sind wesentliche Bestandteile, die eine erfolgreiche Gruppenidentität bewirken. Das gilt auch für eine Olympiamannschaft. Doch das ist es natürlich nicht allein.

Es zog sich wie ein roter Faden durch die 14 Tage im Postpalast von München, wo mehr als 150 Athletinnen und Athleten und ihre Betreuer die einheitliche Bekleidung des Olympia Teams Deutschland für die Winterspiele in PyeongChang abholten: Den roten Hoodie mit dem Team-D-Symbol oder den Daunenmantel für die Eröffnungsfeier anzuprobieren – das, so war die einhellige Meinung, habe das Zusammengehörigkeitsgefühl noch einmal richtig gestärkt und wie ein Startsignal gewirkt: Die Spiele können kommen, und wir können es kaum erwarten.

PyeongChang werden die ersten Olympischen Spiele, bei denen die deutsche Olympiamannschaft als Team Deutschland antritt. Mit Selbstbewusstsein und einem Selbstverständnis, das auf einer besonderen Einstellung und auf jenen Werten beruht, die doch im Sport selbstverständlich sein sollten – es aber längst nicht mehr sind.

Gemeinschaftsgeist gehört dazu, der Freude aller am sportlichen Wettbewerb verbindet. Ebenso, Haltung zu bewahren, dem Gegner mit Respekt zu begegnen. Leidenschaft und harte Arbeit, dazu Fairness und Anstand im Wettbewerb, aber ebenso Leichtigkeit und Lebensfreude. Und Stolz, es bis zu den Spielen geschafft zu haben und dann einen ordentlichen Wettkampf zu absolvieren. Der Glaube an die verbindende Kraft des Sports ist mit dabei, ebenso die Überzeugung, in einem Team am stärksten zu sein, das Bestreben, Grenzen außer Kraft setzen zu können, aber zugleich klare Regeln zu setzen – Erfolg ja, aber nicht um jeden Preis. Denn Erfolg misst sich nicht allein an der Farbe der Medaille um den Hals, sondern auch daran, wie sehr uns andere ihn am Ende gönnen.

All das gehörte selbstverständlich schon zu den Grundsätzen früherer Mannschaften. Doch spätestens seit den Spielen von Rio de Janeiro 2016 soll darüber hinaus das Band zwischen den den besten Athletinnen und Athleten untereinander und eine Verbindung zu Olympia dauerhaft geknüpft werden. Eine Verbindung, die nicht allein auf die Zeit zwischen der Nominierung und der Schlussfeier reduziert ist. Die auch über Sommer und Winter hinweg reichen kann. Und die so Aufmerksamkeit schafft für die olympischen Sportarten und ihre besten Vertreterinnen und Vertreter. Beispielsweise mit der eindrucksvollen Kampagne „Merk Dir mein Gesicht“.

Mit der Olympiamannschaft identifizieren sich die Menschen, gerade auch Kinder und Jugendliche , in hohem Maße. Sie ist das Aushängeschild und die wichtigste Erkennungsmarke für Olympia in unserem Land: Wir für Deutschland, so heißt auch das verbindende Motto in den sozialen Netzwerken. Das Team Deutschland verkörpert die Elite der deutschen Athletinnen und Athleten. Sie sind Vorbilder und machen die Fans mit ihren Erfolgen und Geschichten, aber auch ihrer Hingabe und Leidenschaft, alles zu geben, stolz. Sie freuen sich darauf. Und wir uns auch.

(Autor: Jörg Stratmann)

In jeder Ausgabe der DOSB-Presse, die wöchentlich erscheint, gibt es einen Kommentar zu aktuellen Themen des Sports, den wir hier als DOSB-Blog veröffentlichen. Diese mit Namen gezeichneten Beiträge geben nicht unbedingt die offizielle DOSB-Meinung wieder.


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