#WirfuerD

03.02.2016

Wie Social Media deutsche Sportlerinnen und Sportler vereint, zeigte dieses besondere Sportwochenende. Autor Jörg Stratmann fasst zusammen.

Australien Open Siegerin Angelique Kerber, die Handball Europameister, Rodel Weltmeister Tobias Wendl und Tobias Arlt, Siegerin im Riesenslalom Viktoria Rebensburg, Gewinner des Nordic Triple Erik Frenzel, EM Silber für Aljona Savchenko und Bruno Massot (von links oben nach rechts unten). Fotos: DOSB/picture-alliance

Auch Wintersportler sind Handball-Fans. Das Bobteam Arndt oder auch Ehemalige wie Skilangläufer Tobias Angerer oder Skistar Maria Riesch freuen sich öffentlich über den überraschenden Erfolg des neuen Europameisters. Umgekehrt finden Handballer zwischen EM-Spielen noch Zeit, Tennis-Grand-Slam-Siegerin Angelique Kerber zu gratulieren, die ihrerseits vom anderen Ende der Welt einen herzlichen Gruß zurück nach Polen twittert. Kurzum: Ein fröhliches weltweites Gezwitscher unter Sportlern, das für diejenigen, die im Social-Media-Zeitalter aufwachsen, nichts Besonderes sein mag. Und doch erkennen wir hier ein neues Phänomen.

„Wir für Deutschland“ heißt das Motto, unter dem sich gerade an diesem großartigen und besonderen Sportwochenende Athletinnen und Athleten der unterschiedlichsten Disziplinen auf Augenhöhe begegnen und sich als Mitglieder eines besonderen Klubs zeigen. Noch mehr Beispiele gefällig?

Ski-Olympiasiegerin Viktoria Rebensburg und Rodel-Weltmeister Felix Loch fiebern sogar während des Riesenslaloms in Maribor oder zwischen zwei Läufen in Königssee mit der Siegerin von Australien. Und aus Amerika reihen sich Basketballstar Dirk Nowitzki und Eishockeyprofi Korbinian Holzer von den Anaheim Ducks in die Reihe der Gratulanten ein.

Was sie gemeinsam haben? Sie alle gehören zur Deutschen Olympiamannschaft – doch nicht mehr nur in dem Sinne eines einmaligen Erlebnisses für 14 Tage. Olympiaathleten, aktuelle, künftige und auch viele längst nicht mehr aktive, sehen sich mehr und mehr als besondere Gemeinschaft, die über alle Disziplinen hinweg und sogar unabhängig von Sommer und Winter Kontakt zueinander hält.

Dann freut sich nicht nur ein Ruderer wie Marcel Hacker über den Handball spielenden Zuwachs im Olympischen Dorf, sondern auch ein Volleyballspieler wie Christian Fromm: Obgleich er es mit seinem Team diesmal nicht nach Rio geschafft hat, zeigt er im Kurzvideo und ebenfalls „im Handball-Fieber“, dass man den Volleyball auch werfen kann. Und Moritz Fürste, der eifrigste unter den besonders eifrigen Hockeynationalspielern, feuert über Kontinente hinweg aus Indien zum Endspielerfolg an.

Dass auch Fußball-Weltmeister wie Bastian Schweinsteiger, Lukas Podolski, André Schürrle, Benedikt Höwedes, Toni Kroos, Mario Götze, Mats Hummels und Jérôme Boateng auf diesem Wege mitmischen, wirkt da fast exotisch an einem Wochenende, an dem die Kicker einmal nicht im Vordergrund stehen.

Das Hashtag #wirfuerD gehört bei vielen der kleinen Meldungen wie selbstverständlich dazu. Der Deutsche Tennis Bund und der Deutsche Handball-Bund, aber auch Bundesliga-Klubs oder die Fußball-Nationalmannschaft nutzen ihn – für die gemeinsame Sache. Oder, wie eine Kölner Social-Media-Agentur – natürlich auch per Twitter – lobt: „Sportdeutschland in Hochkonjunktur am Wochenende! Alles mit dem einigenden Hashtag #WirfuerD – Vorbildlich!“

Natürlich: Besonders für den deutschen Leistungssport war das ein toller Einstieg in das Olympia-Jahr und ein Signal für Sportdeutschland, dass es weiterhin in der Weltspitze mithalten kann. So ordnet es DOSB-Präsident Alfons Hörmann ein, als positive Motivation und Aufbruchstim-mung für Rio. Aber das ist es nicht allein.

Viele Fans haben sich dem neuen Motto #WirfuerD angeschlossen und freuen sich gemeinsam mit den besten Athletinnen und Athleten per Social Media über die Vielfalt des Sports. Auch die wird in diesen Tagen besonders deutlich. Oder wie es Twitter-Fan @sportsgeist20 als „kleine Ergänzung“ auf den Punkt bringt: „Wir sind Ultra Handball Grand Slam Kombination Triple Rodel WM Sieger!“

(Autor: Jörg Stratmann)

In jeder Ausgabe der DOSB-Presse, die wöchentlich erscheint, gibt es einen Kommentar zu aktuellen Themen des Sports, den wir hier als DOSB-Blog veröffentlichen. Diese mit Namen gezeichneten Beiträge geben nicht unbedingt die offizielle DOSB-Meinung wieder.


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