DOSB bleibt auf Wachstumskurs: 27,775 Mio. Mitgliedschaften

05.12.2012

Der im DOSB organisierte Sport bleibt die größte Bürgerbewegung Deutschlands und befindet sich trotz demographischen Wandels weiter auf Wachstumskurs.

Trotz demographischen Wandels nimmt die Zahl der Vereinsmitgliedschaften 2012 zu. Foto: picture-alliance

Der im DOSB organisierte Sport bleibt die größte Bürgerbewegung Deutschlands und befindet sich trotz demographischen Wandels weiter auf Wachstumskurs. Die Zahl der Mitgliedschaften im DOSB ist im Jahr 2012 noch einmal um knapp 100.000 auf 27,775 Millionen gewachsen (2011: 27,675 Mio.). Das gab der DOSB, das Dach des deutschen Sports, unter dem 98 Mitgliedsorganisationen mit über 91.000 Vereinen organisiert sind, am Mittwoch in Frankfurt am Main bekannt.

„Die Zahlen unterstreichen die Bedeutung der Sportvereine in unserem Land“, sagt DOSB-Präsident Thomas Bach drei Tage vor der DOSB-Mitgliederversammlung am Samstag in Stuttgart: „Wir freuen uns, dass es unseren Mitgliedsorganisationen und Vereinen gelingt, die Mitgliedschaften und die Zahl der Mitglieder entgegen gesellschaftlichen Trends auf hohem Niveau zu stabilisieren und sogar leicht auszubauen. Dies zeigt die hohe Akzeptanz des Vereinssports in Deutschland und ist ein Beleg für die herausragende Arbeit der 8,8 Millionen Ehrenamtlichen und freiwillig Engagierten im deutschen Sport. Sie sind mit ihrem Einsatz der Motor für die Entwicklung der Mitgliederzahlen.“

Das Wachstum im Jahr 2012 geht vor allem auf den Deutschen Alpenverein (plus 43.167 Mitglieder) und den Deutschen Behindertensportverband (plus 43.734) zurück. Das Gesamtwachstum der vergangenen zehn Jahre beträgt 884.000 Mitgliedschaften (2002: 26,891 Mio.).

Größter Fachverband im DOSB bleibt der Deutsche Fußball-Bund mit 6,800 Millionen Mitgliedern. Dahinter folgen der Deutsche Turner-Bund (4,967 Mio.), der Deutsche Tennis Bund (1,504 Mio.) und der Deutsche Schützenbund (1,394 Mio.). Das Quartett zählt zur Gruppe der 34 olympischen Spitzenverbände, die insgesamt 21,552 Mio. Millionen Mitgliedschaften in die Statistik einbringen. Größter nicht-olympischer Spitzenverband (28 Organisationen mit insgesamt 3,926 Mio. Mitgliedschaften) ist der Deutsche Alpenverein mit 918.553 Mitgliedern. Die Gruppe der Verbände mit besonderen Aufgaben (20 Organisationen mit 1,496 Mio. Mitgliedschaften) führt der DJK Sportverband mit 501.454 Mitgliedern an. Größter der 16 Landessportbünde ist der in Nordrhein-Westfalen (5,080 Mio. Mitglieder).

Die Zahl der Vereine wuchs im  Zehn-Jahres-Zeitraum von 88.960 im Jahr 2002 auf 91.080 im Jahr 2012. Im Vergleich zum Vorjahr gibt es hier allerdings einen leichten Rückgang zu verzeichnen (2011: 91.250).

Insgesamt engagieren sich im Sport 8,85 Millionen Menschen ehrenamtlich und freiwillig. 1,85 Mio. haben Positionen und Aufgaben inne, davon 850.000 ehrenamtlich auf Vorstandsebene und eine Million auf Ausführungsebene (Übungsleiter, Trainer u.ä.). Sieben Millionen Menschen sind als freiwillig Engagierte unentgeltlich im Einsatz.

Im Schnitt setzt sich jeder der 1,85 Millionen Ehrenamtlichen mit 20,1 Stunden pro Monat ein. Dies entspricht bundesweit 37,2 Millionen Arbeitsstunden pro Monat und einer monatlichen Wertschöpfung von 558 Millionen Euro sowie einer jährlichen Wertschöpfung von 6,7 Milliarden Euro (wenn man 15,- Euro pro Stunde zu Grunde legen würde). „Hier übernehmen die in den Mitgliedsorganisationen des DOSB organisierten Sportlerinnen und Sportler unbezahlbare Aufgaben für den Staat. Deshalb gilt es, das Ehrenamt weiter zu stärken. Das von der Bundesregierung auf den Weg gebrachte Gemeinnützigkeitsentbürokratisierungsgesetz ist ein wichtiger Beitrag dafür. Trotzdem gibt es an manchen Stellen noch weiteren Optimierungsbedarf“, erklärt Walter Schneeloch, DOSB-Vizepräsident Sportentwicklung/Breitensport.

Opens internal link in current windowDie Bestandserhebung 2012 und zurückliegende Erhebungen gibt es hier >>>

(Quelle: DOSB)

 
 

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