Der Bundesfreiwilligendienst mit Flüchtlingsbezug

13.01.2016

Mit einem neuen Sonderprogramm des Bundes werden in den nächsten drei Jahren insgesamt je 10.000 neue Stellen im Bundesfreiwilligendienst mit Flüchtlingsbezug geschaffen werden.

Freiwillige betreuen Flüchtlinge, dafür wurden jetzt neue Stellen geschaffen. Foto: LSb NRW

Fast 200 davon entfallen auf den Bereich des Sports. Die zusätzlichen BFD-Plätze mit Flüchtlingsbezug stehen für einheimische Freiwillige, aber auch für Asylberechtigte und Asylbewerber offen, bei denen ein rechtmäßiger und dauerhafter Aufenthalt zu erwarten ist. Darauf hat die Deutsche Sportjugend (dsj) aufmerksam gemacht.

Der Einsatz der Freiwilligen erfolge in Aufgabenbereichen im Zusammenhang mit der Flüchtlingsbetreuung, heißt es in der Mitteilung. Hierzu könnten beispielsweise Sportangebote in Flüchtlingsunterkünften, die Begleitung bei Behördengängen, Dolmetscherdienste, Personenbeförderungsfahrten und vieles mehr gehören. Auch organisatorische und koordinierende Tätigkeiten im Zusammenhang mit der Unterbringung und Betreuung von Flüchtlingen, zum Beispiel bei der Sortierung und Weitergabe von Sachspenden und/oder der Lebensmittelverteilung seien möglich.

Auch Flüchtlinge und Asylbegehrende, bei denen ein rechtmäßiger und dauerhafter Aufenthalt zu erwarten ist, können in anerkannten Einsatzstellen einen Bundesfreiwilligendienst machen. Alle Freiwilligen, die ihren Dienst im Sonderprogramm leisten, werden pädagogisch besonders begleitet. Für Flüchtlinge kann – sofern es notwendig ist – zusätzlich ein bis zu vierwöchiger Sprachkurs vorgesehen werden.

„Der neue Bundesfreiwilligendienst mit Flüchtlingsbezug ist ein wichtiger Baustein für die nachhaltige Stärkung unserer Willkommenskultur. Damit unterstützen wir das Engagement für Flüchtlinge genauso wie das Engagement von Flüchtlingen, die bei uns ein neues Zuhause finden wollen", sagte Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig.

Der dsj-Vorsitzende Ingo Weiss bekräftigte: „Wir haben viele Anfragen von Sportvereinen, die Flüchtlingen eine Chance geben wollen, durch ehrenamtliches Engagement ein wichtiger Teil des Vereins zu werden, und unterstützen dies sehr. Die ersten Freiwilligen haben auch bereits angefangen!“

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(Quelle: DOSB-Presse, Ausgabe 1-2)


 
 

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