HRW informiert DOSB über Menschenrechtssituation in Baku

28.01.2015

Der DOSB hat seine Vorbereitung auf die 1. Europaspiele in Baku (12. bis 28. Juni 2015) fortgesetzt und sich bei Human Rights Watch (HRW) über die Menschenrechtssituation in Aserbaidschan informiert.

Wolfgang Büttner, Minky Worden, Michael Vesper und Christian Sachs (v.l.) führten ein Gespräch über die Menschenrechtssituation in Baku.

In einem Gespräch mit Minky Worden, Director of Global Initiatives, und Wolfgang Büttner, Associate Advocate and Press Officer bei HRW Deutschland, erörterten der Vorstandsvorsitzende Michael Vesper und Christian Sachs, Leiter des Hauptstadtbüros des Deutschen Sports, die Lage vor Ort. Dabei kamen unter anderem die Themen Menschenrechte, Pressefreiheit, Meinungs- und Versammlungsfreiheit sowie die Repressalien gegen Journalisten zur Sprache. DOSB und HRW vereinbarten, im engen Austausch darüber zu bleiben.

„Der DOSB hat wie schon vor Peking 2008 und Sotschi 2014 frühzeitig damit begonnen, sich ein differenziertes Bild über die Lage in Aserbaidschan zu machen. Dazu haben wir bereits zahlreiche Gespräche geführt, u.a. mit Reporter ohne Grenzen, dem Menschenrechtsbeauftragten der Bundesregierung, dem Auswärtigen Amt, der deutschen Botschafterin in Baku, dem aserbaidschanischen Sportminister und dem Botschafter Aserbaidschans in Berlin“, sagte Michael Vesper, der zugleich auch Mitglied des Vorstandes der Europäischen NOKs ist: „Mit Blick auf die Europaspiele sind wir gerade über die Einschränkung der Pressefreiheit und die Repressalien gegen Journalisten und Medien beunruhigt. Wir werden die Themen selbstverständlich bei unseren Gesprächen vor Ort und mit Vertretern des Gastgeberlandes ansprechen.“ Zudem werde man versuchen, sich – wie schon bei den Olympischen Winterspielen in Sotschi so auch in Baku – mit NGOs und Aktivisten zu Hintergrundgesprächen zu treffen. 

Selbstverständlich sei auch der Vorstand der Europäischen NOKs über die vollständige Einhaltung der Menschenrechte während der Spiele im Gespräch. So müsse die freie Berichterstattung für alle Journalisten sichergestellt sein. Auch die Deutsche European Games Mannschaft wird vom DOSB über die Situation in Aserbaidschan informiert. Bereits beim ersten Teilmannschaftsleiter-Treffen im vergangenen Mai hatte ein Vertreter von Reporter ohne Grenzen als Experte berichtet.

„Unsere Haltung in Fragen von Menschenrechten und Pressefreiheit ist klar und eindeutig. Für beides stehen wir ein und beides gilt es zu schützen“, erklärte Vesper. „Das werden wir auch in unseren Gesprächen in Aserbaidschan deutlich machen.“ Auf dem Spielfeld werde es jedoch keine politische Demonstration geben. „Wir dürfen den verbindenden Charakter des Sports dadurch nicht gefährden“, so Vesper.

(Quelle: DOSB)


 
 

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