EYOF 2013: Drei Teammedaillen zum Abschluss

22.02.2013

Deutsche Teams und Staffeln holten die letzten Medaillen für die deutsche Mannschaft beim EYOF im rumänischen Brasov.

Gemeinsam zum Erfolg. Gold für das deutsche Skisprungteam. Foto: Bartz

Am letzten Wettkampftag des European Youth Olympic Festivals (EYOF) hat die deutsche Mannschaft drei Teammedaillen gewonnen. Gold holte sich das Mixedteam im Skispringen. Jeweils Silber ging an die gemischten Mädchen- und Jungen-Mannschaften im Langlauf und Biathlon. Insgesamt 16 Medaillen holten die deutschen Sportler und Sportlerinnen bei den Wettkämpfen im rumänischen Brasov.

Überraschend kam der Sieg für die Mannschaft im Skispringen. Anna Rupprecht, Lena Selbach, Sebastian Bradatsch und Thomas Dufter zeigten gute Sprünge und landeten in der vorläufigen Ergebnisliste hinter Österreich auf dem zweiten Platz. Die Mannschaft aus der Alpenrepublik wurde kurz nach dem Wettkampf auf Grund einer falschen Skilänge bei einer ihrer Springerinnen auf den dritten Platz zurückversetzt. So ging Gold an Deutschland. „Natürlich ist es für die Österreicher schade, aber so ist der Sport“, sagte Trainerin Catrin Schmid. Ihre Schützlinge haben mit einer beherzten Leistung den Grundstein für den Erfolg gelegt. „Die Jungen und Mädchen haben heute tolle Leistungen gezeigt und zwei solide Sprünge heruntergebracht“, sagte Schmid. Für die Skispringer war es nach Silber im Teamspringen, sowie Gold und Bronze im Einzelwettkampf der Mädchen und Silber im Teamspringen der Jungen die fünfte Medaille. „Mit der Leistung der Sportler sind wir sehr zufrieden. Sie haben über die gesamte Zeit eine gute Leistung abgerufen“, sagte Teamleiter Rolf Schilli.

Knapp geschlagen geben mussten sich die Biathletinnen und Biathleten. Marion Deigentesch, Anna Weidel, Dominic Reiter und Lars Erik Weick landeten 0,8 Sekunden hinter der Mannschaft aus der Ukraine auf dem zweiten Platz. „Ich bin mit der Leistung meiner Sportler zufrieden. Sie haben heute eine Menge gelernt. Das ist die Hauptsache“, sagte Trainer Jesko Fischer. Bei schwierigen Bedingungen am Schießstand musste seine Mannschaft zwar zwei Mal in die Strafrunde, überzeugte aber in der Loipe. „Die Staffel ist immer der schönste Wettbewerb. Da freuen sich alle zusammen“, sagte eine glückliche Marion Deigentesch im Ziel. Mit insgesamt vier Medaillen in fünf Wettbewerben hinterließen die Sportler des Deutschen Skiverbandes (DSV) einen bleibenden Eindruck.

Die Mixedstaffel stand auch bei den Langläufern und Langläuferinnen auf dem Programm. Doppelsiegerin Victoria Carl ging zusammen mit Katharina Hennig, Marius Cebulla und Adrian Schuler an den Start. Das Quartett zeigte durchweg gute Leistungen und verteidigte den zweiten Platz souverän gegen die starke Staffel aus Norwegen. „Wir haben nach vorne und hinten das Optimum herausgeholt. Ich bin mit der Leistung der vier sehr zufrieden“, sagte Trainer Uwe Bellmann. Gold holte die überlegende russische Mannschaft. „Die Russen haben überzeugt. Sie haben in jedem Abschnitt die Bestzeit erzielt. Die Goldmedaille war verdient“, sagte Bellmann. Mit fünf Medaillen zogen die Langläufer eine positive Bilanz der Wettkämpfe. „Im Team und im Einzel haben wir tolle Leistungen gezeigt. Mit den fünf Medaillen bin ich sehr sehr zufrieden“, sagte Bellmann.

Ein weiterer Mixedwettbewerb fand im Ski Alpin statt. Andreas Bayer, Georg Hegele, Kira Weidle und Meike Pfister gingen für das deutsche Team im Parallelslalom an den Start. Im Achtelfinale wartete die Slowakei auf das DSV-Quartett. Souverän setzte sich die Mannschaft von Teamleiter Thomas Braun mit 3:1 durch. „Die Sportler haben gezeigt welches Potential sie haben. Vor allem Alexander Bayer hat mit Laufbestzeiten überzeugt“, sagte Braun. Im Viertelfinale wartete die französische Auswahl. Deutschland unterlag denkbar knapp auf Grund der schlechteren Laufzeit mit 2:2. „Heute wäre jede Mannschaft zu packen gewesen. Leider haben wir zu viele individuelle Fehler gemacht und waren nicht vom Glück verfolgt“, analysierte Braun.

Seinen fünften Platz konnte leider auch Manuel Leitner nicht halten. Der Eiskunstläufer vom EC Oberstdorf hatte mit seiner Kür zu kämpfen und fiel auf den zwölften Gesamtrang zurück. „Das war schon schade. Jetzt arbeiten wir an einer neuen Kür. Wichtig war, dass Manuel das Erlebnis der Spiele mitgenommen hat“, sagte Trainerin Maria Theresia Kreiselmeyer.

Mit der letzten Medaillenübergabe und der Abschlussfeier in Poiana Brasov endet das elfte European Youth Olympic Winter Festival. Brasov und Rumänien haben sich als guter Gastgeber präsentiert. Viele Zuschauer an den Wettkampfstätten sorgten für eine tolle Atmosphäre während der Wettbewerbe. Rumänien hat die Premiere eines Olympischen Großereignisses gemeistert.

Quelle: Moritz Belmann

 
 

Olympia Partner

Olympia Partner