EYOF 2013: Fünf Medaillen für deutsche Mannschaft

21.02.2013

Victoria Carl gewinnt zweites Gold, Snowboarderin, Skispringerinnen und Biahtlet holen Silber, Maria Katharina Herceg gewinnt Bronze im Eiskunstlauf.

Fünf Mal Edelmetall. Die deutschen Medaillengewinner des vorletzten Wettkampftages in Brasov. Foto: Belmann

Gold im Langlauf, Silber im Snowboard, Skispringen und Biathlon und Bronze im Eiskunstlauf: Die deutschen Sportler und Sportlerinnen waren auch am  vorletzten Wettkampftag des European Youth Olympic Festival (EYOF) erfolgreich.

Ihre schon zweite Goldmedaille gewann Victoria Carl. Auf der Sprintdistanz im Langlauf ließ die Oberhoferin ihren Gegnerinnen keine Chance. „Die Dominanz von Victoria war beeindruckend“, sagte Chefin de Mission Sabine Krapf, die die Sportler an der Strecke unterstützte. Schon im Prolog lief Victoria die Bestzeit. Im folgenden Viertel- und Halbfinale setzte sie sich ebenfalls souverän gegen ihre Kontrahentinnen durch. Im Finale bestätigte sie ihre gute Tagesform und gewann deutlich vor den Läuferinnen aus Russland und Slowenien. „Victoria hat heute eine überragende Leistung gezeigt. Die anderen Läuferinnen hatten sehr viel Pech. Das war schade, ist aber eben der Sport“, sagte Teamleiter Uwe Bellmann.

Bei den Jungen verpasste Marius Cebulla die Medaillen nur um Haaresbreite. Im Sprint der Jungen arbeitete sich der Oberhofer durch den Prolog und die Ko-Phase bis ins Finale vor. Dort musste er sich erst im Fotofinish gegen die internationale Konkurrenz aus Finnland und Norwegen geschlagen geben und wurde Vierter.

Grund zur Freude hatte Carolin Langenhorst. Die Sportlerin vom WSV Bischofswiesen setzte sich im Snowboard-Parallelslalom Runde für Runde gegen ihre Gegnerinnen durch und gewann Silber. „Die Erwartungen waren auf Grund der Vorleistungen der Mädchen sehr hoch. Aber Großereignisse haben ihre eigenen Gesetze. Mit einer Medaille hier rauszugehen ist sehr erfreulich“, sagte Trainer Christian Veit. Im Finale musste sich Carolin der Italienerin denkbar knapp geschlagen geben. Auf Goldkurs liegend machte die Bayerin einen kleinen Fehler und verlor die entscheidenden Zehntel. „Schade, dass der Fehler auf dem schnelleren Kurs passierte. Aber das Silber glänzt wie Gold“, sagte Veit.

Abgerundet wurde das Ergebnis von der herausragenden Mannschaftsleistung. Melanie Hochreiter wurde Fünfte. Ramona Hofmeister und Barbara Müller belegten die Ränge sieben und acht. „Dieses Mannschaftsergebnis hat gut getan. Die Mädchen können Brasov erhobenen Hauptes verlassen. Es war toll zu sehen wie couragiert sie an den Wettkampf herangegangen sind“, sagte Trainer Veit.

Mit einer starken Laufleistung sicherte sich Lars Erik Weick im Sprint der Jungen über 7,5 Kilometer ebenfalls den Silberrang. Der Biathlet vom SV Eintracht Frankenhain verfehlte zwar beim letzten Schießen zwei Ziele, konnte seinen Rückstand aber auf der Strecke wett machen. „Ich fühlte mich gut und habe mich zum ersten Mal auf der letzten Runde richtig ausgepowert. Mit dem zweiten Platz habe ich mein Ziel einer Medaille erfüllt“, sagte Weick. Knapp am Podest vorbei lief Florian Hollandt. Mit nur einem Schießfehler lag er lange in Führung. Schlussendlich musste sich Florian mit dem vierten Platz begnügen.

Nicht so gut lief es bei den Mädchen. Im Sprint über 6 Kilometer blieb keine der Athletinnen fehlerfrei. „Heute war recht viel Wind am Schießstand. Außerdem habe ich zu lange gebraucht, die Schüsse abzugeben. Deshalb war es heute nicht so gut“, sagte Anna Weidel, die 24. wurde. Beste Deutsche war Marion Deigentesch. Die Siegerin vom Dienstag wurde diesmal 15.

Die dritte Silbermedaille des Tages sicherten sich die Skispringerinnen. Im Team sprangen Celina Dollberg, Anna Rupprecht, Lena Selbach und Carina Wursthorn auf den zweiten Rang. Gold ging an das Quartett aus Tschechien. „Ich bin zufrieden mit der Leistung der Mädchen. Für die Sportlerinnen war es der erste Teamwettbewerb. Sie haben alle positive Erfahrungen gesammelt“, sagte Trainerin Catrin Schmid. Dabei zeigten sich ihre Mädchen nervenstark. Noch im Probedurchgang war Celina Dollberg gestürzt. „Durch den Sturz haben sich die Athletinnen nicht aus dem Konzept bringen lassen. Das war sehr gut“, sagte die Teamleiterin. In den Wettbewerben in Brasov sicherten sich die Skispringerinnen mit Gold und Bronze im Einzel, sowie der Silbermedaille im Team den gesamten Medaillensatz.

Den Grundstein für ihren Erfolg hatte sie schon tags zuvor gelegt. Am Donnerstag bestätigte sie ihre Leistung: Maria Katharina Herceg gewann Bronze im Eiskunstlauf. Nach dem Kurzprogramm hatte die Regensburgerin auf Platz drei gelegen. Diesen verteidigte sie in der Kür und freute sich über ihre erste Medaille bei internationalen Wettkämpfen.

„Ich bin von der Platzierung sehr zufrieden“, sagte Trainer Ferdinand Dedovic. „Zwar hat Maria noch ein wenig Luft nach oben, aber ich denke, dass ihr das Erlebnis EYOF viel gegeben hat. Sie wird bestimmt eine Woche brauchen um diese Tage zu verarbeiten.“ Dedovic hob die Bedeutung des Festivals hervor: „Ich finde das EYOF fantastisch. Es ist toll in solch jungen Jahren die Atmosphäre zu spüren und zu erleben, wie es bei Olympischen Spielen sein könnte“, sagte er.

Einen guten Tage erwischten auch die deutschen Ski-Alpin-Rennläufer. Im Slalom fuhren Bastian Meisen und Georg Hengele mit den Plätzen sechs und acht in die Top zehn. „Ich bin mit dem Ergebnis sehr zufrieden. Wir haben uns heute mannschaftlich stark präsentiert“, sagte Teamleiter Thomas Braun. Alexander Bayer fuhr auf Platz zwölf und Philipp Porwol wurde 13. Damit belegten alle DSV-Starter ein Ergebnis unter den besten 15. Vor allem Bastian Meisen zeigte im zweiten Durchgang eine herausragende Leistung. Mit der zweitbesten Laufzeit fuhr der Partenkirchener vom 21. auf den sechsten Platz vor. „Bastian ist im zweiten Durchgang befreiter gefahren. Unterm Strich sind wir mit den Leistungen in den Einzelwettbewerben zufrieden. Fast alle Athleten konnten ihre persönliche Bestleistung abrufen“, sagte Braun. Zum Abschluss der Wettkämpfe findet noch der Teamwettbewerb im Parallelslalom statt.

Quelle: Moritz Belmann

 
 

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