Anna-Maria Dietze starke Vierte im innovativen Langlauf Cross

13.02.2016

Am ersten Wettkampftag der Olympischen Jugendspiele in Lillehammer verpassten die deutschen Sportler im Langlauf Cross und dem Super-G der Alpinen nur knapp die Medaillenränge.

Anna-Maria Dietze im Interview nach ihrem vierten Platz im Skilanglauf Cross.

Katrin Hirtl-Stanggaßinger beim Start des Super-G.

Anton Grammel im Zielhang des Super-G.

Tolle Unterstützung durchs dsj academy camp an der Super-G-Strecke.

Der Lillehammer des Tages ging heute an Katrin Hirtl-Stanggaßinger. Fotos: DOSB

Als die ersten Medaillen der Olympischen Jugendspiele in Lillehammer vergeben wurden, war Anna-Maria Dietze (Pulsschlag Neuhausen e.V.) ganz nah dran. Am Ende eines packenden Skilanglauf Cross Finals verfehlte die 16-Jährige als Vierte die erste deutsche Medaille um 0,16 Sekunden. „Natürlich ist der vierte Platz immer ein bisschen bitter, besonders wenn es so knapp ist. Aber es war ein super Rennen mit wirklich guten Läuferinnen. Daher bin ich schon sehr zufrieden“, bilanzierte Dietze im Zielbereich. Es gewann die Schwedin Moa Lundgren.

Mit dem Langlauf Cross feierte eine neue Disziplin bei den Jugendspielen in Lillehammer Premiere. Ähnlich dem etablierten Langlauf-Sprint gehen nach einem Prolog die Athleten gruppenweise auf die Strecke und laufen in einem Halbfinale und Finale die Sieger aus. Das Besondere beim Cross ist jedoch, dass die Strecke mit Wellen, Sprüngen, Slalomteilstücken und Steilkurven bestückt ist. „Es ist eigentlich eine modifizierte Sprintdisziplin, die wir bei Jugend trainiert für Olympia auch schon erfolgreich durchgeführt haben“, erklärte Jürgen Wolf, Teamleiter des Deutschen Skiverbandes die Neuerung.

Für die weiteren deutschen Starter war im Halbfinale Endstation. Celine Mayer (SC Oberstdorf) war zuvor im Prolog 29. geworden und in ihrem Semifinale chancenlos. Chris Ole Sauerbrey (SC Steinbach-Hallenberg) und Philipp Unger (SV Stützengrün) verkauften sich nach guten Leistungen im Prolog auch in ihrem Halbfinallauf teuer, verpassten aber letztlich den Sprung ins Finale.

Knapp am Podest vorbei fuhr auch Katrin Hirtl-Stanggaßinger (WSV Königssee) im Super-G der Alpinen Skifahrer in Hafjell. Nach einem Sturz der vor ihr gestarteten Fahrerin war sie zunächst abgewunken worden, in ihrem Re-Run fuhr sie dann auf einen guten fünften Platz. „Meine Fahrt war ganz gut, schade, dass es mich bei der letzten Kuppe ziemlich verjagt hat. Da habe ich sicher viel Zeit verloren, das ärgert mich schon noch“, erklärte sie unmittelbar nach dem Rennen. „Es war kein Problem, dass ich bei meiner ersten Fahrt abgewunken wurde – obwohl mir das noch nie passiert ist.“ Das erste Rennen bei den Olympischen Jugendspielen war für die 17-Jährige etwas Besonderes. „Es war schon ein anderes Gefühl als sonst, es geht hier einfach um mehr als bei anderen Rennen“, sagte sie. Für die noch anstehenden Rennen zeigte sich Hirtl-Stanggaßinger durchaus optimistisch. „Das Ergebnis motiviert mich nochmal mehr, in den nächsten Rennen voll anzugreifen”, meinte sie. Die zweite deutsche Starterin, Lucia Rispler vom SV Casino Kleinwalsertal, landete auf Rang 13. Der Sieg ging an die Österreicherin Nadine Fest vor ihrer Teamkollegin Julia Scheib.

Im Super-G der Junioren fuhr Anton Grammel (Skiclub Kressbronn) auf Platz 25. „Ich war doch etwas überrascht, wie stark es gedreht hat und bin nicht ganz zufrieden“, resümierte der 17-Jährige nach dem Rennen. „Jetzt freue ich mich umso mehr auf den Riesenslalom, das ist meine Disziplin.“ Sein Teamkollege Jonas Stockinger (SC Herzogsreut) hat nach einem Sturz muskuläre Probleme im Adduktorenbereich. Ob er am Sonntag in der Kombination bereits wieder an den Start gehen kann, soll kurzfristig entschieden werden.

Im Sprint der Eisschnellläufer über 500 Meter dominierten im Hamar Olympic Hall Viking Ship die Sportler aus Asien. Beim Sieg der Südkoreanerin Min Sun Kim belegten Lea Scholz (TSC Berlin) und Pia-Leonie Kirsakal (TSC Berlin) die Plätze 15 und 19. Bei den Junioren wurde Ole Jeske (EV Dresden) 16. und Lukas Mann(ESC Berlin) 25. Zum Sieg sprintete Yanzhe Li aus China.

Für Erik Betzold (KEC Die Haie) und Tabea Botthof (TSV Erding) standen die ersten Prüfungen in der Eishockey Skills Challenge auf dem Programm. In den Disziplinen „Schuss Präzision“ und „Schnellste Runde“ sammelten die beiden Deutschen in direkten Duellen gegen ihre Konkurrenten die ersten Punkte, bereits am Sonntag werden die Vorrundenwettbewerbe fortgesetzt.

(Quelle: DOSB)


 
 

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