Ein Jahr nach Lillehammer

16.02.2017

Vor genau einem Jahr fanden die 2. Olympischen Jugend-Winterspiele in Lillehammer statt. Ein guter Zeitpunkt, um nochmal auf unsere Nachwuchsathleten zurückzublicken.

Hannes Orlamünder (links) und Paul Gubitz (rechts) freuen sich über ihre Silbermedaille. Foto: YIS/IOC

Bei den Olympischen Jugend-Winterspielen nahmen rund 1000 Athleten aus 70 Nationen zwischen 15 und 18 Jahren teil. Die deutsche Mannschaft bestand dabei aus 21 Athletinnen und 23 Athleten und wurde von 22 Trainern und Betreuern begleitet. Das deutsche Team gewann insgesamt 22 Medaillen (sieben Mal Gold, sieben Mal Silber und acht Mal Bronze).

Zwei dieser Medaillen gewann Skifahrerin Katrin Hirtl-Stranggaßinger. Sie fuhr zu Silber im Riesenslalom und zu Bronze in der Kombination. Auch bei den anschließend stattfinden Junioren-Weltmeisterschaften in Sotschi konnte sie ihre sehr gute Leistung mit einer Silbermedaille in der Kombination bestätigen.
Bereits einen Monat später, im März 2016, erreichte sie zusammen mit Lena Dürr, Stefan Luitz und Dominik Stehle beim Team-Event des alpinen Weltcup-Finales in St. Moritz den zweiten Platz. Die deutschen Rennfahrer unterlagen erst im Finale knapp den Gastgebern aus der Schweiz. Zuvor hatten sie sich gegen Slowenien, Italien und Frankreich durchgesetzt. Im Oktober 2016 wurde die 18-Jährige für ihre sehr guten Leistungen im Jugendbereich belohnt und gab ihr Solo-Debüt beim Weltcup in Sölden.

Ein weiterer erfolgreicher Athlet ist Jonas Jannusch, der im speziell für Jugendliche gefertigten Mono-Bob Olympiasieger bei den Olympischen Jugend-Winterspielen wurde. Der Mono-Bob wird nur von einer Person gesteuert und angeschoben und ist dementsprechend leichter zu bewegen. Die vom Veranstalter gestellten, einheitlichen Bobs waren den Teilnehmern vor jedem Lauf zugelost worden. „Wir haben bewiesen, dass wir gut Bob fahren und es nicht nur am Wissensvorsprung in der Technik liegt“, erklärte der 17-Jährige nach dem Gewinn seiner Goldmedaille.

In seiner ersten Saison im Juniorenbereich, jetzt im Zweierbob, gelang dem Deutschen direkt der nächste Coup. Bei der Junioren-WM in Winterberg erreichte die Crew Jonas Jannusch/Benedikt Hertel sofort das Podium, sie sicherten sich den dritten Platz. Jannusch weiß dabei genau, worauf es im Bobsport ankommt: „Man muss ein kleiner Adrenalinjunkie sein und natürlich die Geschwindigkeit und den Anpressdruck in den Kurven spüren und sich dann hinter die Haube klemmen, um der Schnellste zu sein.“

Ähnliche Voraussetzungen müssen auch die Rennrodler mitbringen, wenn sie so erfolgreich wie Hannes Orlamünder und Paulk Gubitz im Doppelsitzer sein wollen. Das Duo gewann bei den Olympischen Jugend-Winterspielen die Silbermedaille und zusammen mit Jessica Tiebel und Paul-Lukas Heider Gold im Team-Wettbewerb. „Das ist einfach nur der Hammer, besonders im Team eine Medaille zu holen, ist noch geiler“, freute sich Gubitz nach der Siegerehrung.
Ein Jahr später stellten die Beiden ihr Können erneut unter Beweis und gewannen bei der 32. Junioren-WM im lettischen Sigulda den Titel.

In den nordischen Sportarten zeichneten sich Agnes Reisch und Tim Kopp mit sehr guten Leistungen aus. Gemeinsam mit Jonathan Siegel gewannen die deutschen Nachwuchsathleten im Skispringen Silber mit dem Mixed Team. Außerdem erreichten die drei zusammen mit den Langläufern Anna-Maria Dietze und Philipp Unger Bronze im Nordic Miced Team Event.

Agnes Reisch gab bereits vor den Olympischen Jugend-Winterspielen Ende Januar 2016 ihr Weltcupdebüt beim Springen in Oberstdorf und wurde als 13. beste deutsche Athletin. In diesem Jahr hat Reisch im Januar zum Abschluss der Nordischen Juniorenweltmeisterschaften im Utah Olympic Park/USA  die Silber-Medaille  im Mixed-Team Wettbewerb im Skispringen gewonnen. Zusammen mit Martin Hamann (Aue), Gianina Ernst (Oberstdorf) und Constantin Schmid (Oberaudorf) belegte das Team des DSV hinter Slowenien den zweiten Platz.  Reisch hatte bereits im Teamwettbewerb der Skispringerinnen Gold gewonnen.

Tim Kopp gewann in Lillehammer neben den Teammedaillen auch noch Gold in der nordischen Kombination mit einer starken taktischen Leistung.  „Ich bin unglaublich glücklich. Nach dem super Sprung habe ich auch noch einen super Lauf gemacht. Gerade hier in Norwegen zu gewinnen, wo der nordische Skisport Zuhause ist, ist etwas ganz Besonderes“, sagte Kopp unmittelbar nach seinem Sieg. Im gleichen Jahr beendete Kopp die Deutschlandpokal- und Alpencup-Saison mit weiteren Podestplatzierungen und Top-10-Resultaten.
2016 war für den Kombinierer also ein sehr erfolgreiches Jahr, was mit dem Titel des sächsischen Nachwuchssportlers des Jahres gekrönt wurde. Wo seine Karriere hinführen soll, weiß Kopp auch schon ganz genau: „Irgendwann möchte ich an den richtigen Olympischen Spielen teilnehmen.“

Wir werden den Weg unserer Nachwuchssportler weiter verfolgen und hoffen natürlich, dass wir sie mal bei den „großen“ Olympischen Spielen sehen werden. Einen kleinen Vorgeschmack haben unsere Goldmedaillengewinner von Lillehammer bereits im Sommer 2016 bekommen, als sie mit unserem Partner Kornspitz für mehrere Tage bei den Olympischen Spielen in Rio waren.

(Quelle: DOSB)


 
 

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