#Lillehammer2016: Spiele im digitalen Wandel

24.02.2016

Olympische Jugendspiele sind auch eine Art Testlabor, nicht nur bei neuen Wettbewerbsformaten, sondern auch in der Berichterstattung.

Auf Social Media waren die 2. Olympischen Jugend-Winterspiele ein voller Erfolg. Screenshot: Lillehammer 2016 auf Facebook

Hier passen sich die Jugendspiele viel schneller den neuen Gegebenheiten und Kommunikationswegen an als die großen Spiele.

So suchte man Live-Bilder der zweiten Olympischen Jugend-Winterspiele im deutschen Fernsehen vergeblich. Auch im Gastgeberland Norwegen beschränkte man sich auf die Liveübertragung eines Wettbewerbs pro Tag. Im Internet hingegen gab es viel Bewegtbild aus Lillehammer zu erleben.

Auf YouTube gab es Livebilder und tägliche Highlight-Sendungen. In Deutschland gab es auf Sportdeutschland.TV, dem Internet-Sportsender des Deutschen Olympischen Sportbundes, neben Highlights auch tägliche Berichte zum Abschneiden der deutschen Mannschaft, möglich gemacht durch ein Engagement der Sparkassen-Finanzgruppe. 

Wer wollte, konnte sich also bestens über die Jugendspiele im Netz informieren – natürlich auch via Social Media. Neben den fast schon etablierten Kanälen Facebook, Twitter und Instagram lieferte aus Lillehammer besonders Snapchat schöne Einblicke in das Leben der Athleten. Die deutsche Mannschaft testete dabei aus, wie es ist, wenn die Sportler den offiziellen Kanal der Olympiamannschaft ganz übernehmen – mit tollem Erfolg.

Die Rodler Paul Gubitz und Paul-Lukas Heider schickten „Snaps“ von der Massagebank, vom Learn&Share-Programm so wie von den Sportstätten bei der Unterstützung ihrer Teamkollegen. Bobfahrerin Laura Nolte nahm die Follower sogar hautnah mit auf die Eröffnungsfeier: Einblicke, wie sie auf keinem anderen Kanal so gut funktionieren wie auf Snapchat, wo sich zum größten Teil die 13- bis 19-Jährigen tummeln. Was ist also besser, als die gewünschte Zielgruppe durch ihre Altersgenossen zu informieren und zu unterhalten?!

Wer allerdings rein auf die klassische Berichterstattung in Fernsehen und Zeitungen vertraute, wurde meist enttäuscht, was für die Wahrnehmung der Jugendspiele in der breiten Masse natürlich ungünstig ist. Es wird in Zukunft darauf ankommen, den einen Kommunikationsweg weiter zu beschreiten und zu entdecken, ohne den anderen zu vernachlässigen.

Aus der Social-Media-Brille betrachtet, fällt das Fazit zu den zweiten Olympischen Jugendspielen dennoch positiv aus: #IloveYOG.

(Quelle: DOSB)


 
 

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