Neuer Film über Gretel Bergmann

09.11.2017

Sie war bei den Olympischen Spielen in Berlin 1936 die beste Hochspringerin der Welt. Doch die Nazis verhinderten den Start der jüdischen Leichtathletin Margaret Lambert, die damals noch Gretel Bergmann hieß.

Gretel Bergmann zählte zu ihrer aktiven Zeit zu den weltbesten Hochspringerinnen. Foto: Museum zur Geschichte von Christen und Juden Laupheim

Eine Dokumentation des Olympic Channel widmet sich der Geschichte der gebürtigen Deutschen, die im Juli dieses Jahres im Alter von 103 Jahren verstarb.

In der 23 Minuten langen Dokumentation The Margaret Lambert Story, die am 9. November auf dem Olympic Channel (Opens external link in new windowolympicchannel.com) weltweit Premiere feiert, erzählt die 102-jährige Lambert kurz vor ihrem Tod ihre Lebensgeschichte - mit Unterstützung zahlreicher Mitglieder der internationalen Sportgemeinschaft, darunter auch der frühere deutsche NOK-Präsident, Walther Tröger, sowie Dagmar Freitag, Mitglied des Deutschen Bundestages.

Vor den Olympischen Spielen 1936 hatte Lambert zwar den deutschen Rekord auf 1,60 m verbessert, doch kurz vor dem Auftakt erhielt sie vom damaligen Reichssportführer Hans von Tschammer und Osten einen Brief, der sie über ihre Nicht-Berücksichtigung für den deutschen Olympiakader informierte. Ihre olympische Karriere war an diesem Tag 1936 beendet, doch ihre Geschichte war alles andere als vorbei. Olympiasiegerin wurde die Ungarin Ibolya Csak, eine Jüdin - mit 1,60 m.

Aus Angst um ihre Zukunft in Nazi-Deutschland floh Lambert ein Jahr später in die USA - und überlebte so den Holocaust.

The Margaret Lambert Story ist die erste Dokumentation einer dreiteiligen Reihe der Serie Foul Play, die von VICE Media exklusiv für den Olympic Channel produziert wurde. Weitere Themen werden in den nächsten Monaten bekanntgegeben. Die Dokumentation ist weltweit über mobile Apps auf Android und IOS-Geräten sowie über Opens external link in new windowolympicchannel.com verfügbar.

"Die Kombination aus den Ereignissen, die zugrunde liegen - die Umstände um 1936 und die Kontaktaufnahme zwischen Gretel Bergmann und dem deutschen Sport - ist sehr gut gelungen", zeigte sich Walther Tröger beeindruckt: "Ich denke, dass der Film, so wie er jetzt dargeboten wird, sein Publikum findet."

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(Quelle: SportPressePortal)


 
 

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