Oslo zieht Olympia-Bewerbung für 2022 zurück

02.10.2014

Nachdem sich die norwegische Regierung gegen eine Bewerbung ausgesprochen hat, verbleiben nur noch Almaty und Peking im Rennen um die Olympischen Winterspiele 2022.

Der legendäre Holmenkollen in Oslo wird nicht Schauplatz der Olympischen Winterspiele 2022. Foto: picture-alliance

Keine Olympischen Winterspiele 2022 in Oslo: Das hat die norwegische Regierung um Ministerpräsidentin Erna Solberg entschieden. Sie verweigerte die für die Bewerbung nötigen Staatsgarantien von mindestens 3,04 Milliarden Euro. „Die Unterstützung in der Bevölkerung war einfach zu gering“, sagte Solberg. Nur einen Tag zuvor war eine Umfrage veröffentlicht worden, bei der 53 Prozent der Norweger für die Ausrichtung der Olympischen Winterspiele waren, allerdings nur, wenn sie weniger kosten würden, als bisher veranschlagt.

DOSB-Präsident Alfons Hörmann sagte zu Oslos Entscheidung: „Wir bedauern, dass Oslo aus dem Bewerberkreis für die Olympischen Winterspiele 2022 ausscheidet. Die Stadt mit ihrer großen Wintersporttradition hatte ein – wie wir finden – überzeugendes und nachhaltiges Konzept. Mit der Entscheidung geht ein weiterer hervorragender Kandidat für Olympische Winterspiele 2022 verloren. Nun setzen wir auf den Reformprozess im Rahmen der Olympischen Agenda 2020.“

Vor Oslo hatten bereits Lwiw (Ukraine), Krakau (Polen) und Stockholm (Schweden) ihre zuvor eingereichten Bewerbung zurückgezogen. In München und Graubünden (Schweiz) hatten sich die Bürger im Vorfeld gegen eine Bewerbung entschieden. Verbliebene Kandidaten sind nun Almaty (Kasachstan) und Peking (China). Vergeben werden die Spiele im Rahmen der IOC-Session am 31. Juli 2015 in Kuala Lumpur.

(Quelle: DOSB)

 
 

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