Spitzenfunktionäre einig über Olympische Agenda 2020

21.07.2014

Präsidenten internationaler Fachverbänden und Interessensgruppen berieten am Samstag in Lausanne auf Einladung von IOC-Präsident Thomas Bach über die "Olympische Agenda 2020".

IOC-Präsident Thomas Bach lud 16 führende Vertreter der Olympischen Bewegung zur Diskussion. Foto: picture-alliance

Neue Regeln zur Bewerbung um Olympische Spiele, mehr Spielraum beim Sportarten-Programm und ein eigener olympischer Fernsehkanal - darauf zielen Veränderungen, über die 16 führende Vertreter der Olympischen Bewegung Einvernehmen erzielten und damit Thomas Bach Rückenwind gaben.

Unter den Teilnehmern war auch DOSB-Präsidiumsmitglied Claudia Bokel, die Vorsitzende der IOC-Athletenkommission.

Die Inhalte des auf Nachhaltigkeit, Glaubwürdigkeit, Transparenz und Zukunftssicherung angelegten Reformprozesses, für den Bach den Titel „Olympische Agenda 2020“ ausgerufen hat, sollen der IOC-Session am 8. und 9. Dezember 2014 in Monaco zur Abstimmung vorgelegt werden. Die Formulierung entsprechende Anträge durch die IOC-Exekutive wird bereits im Oktober erwartet. Bach will mit der „Olympischen Agenda 2020“ erfolgversprechende Impulse zur Weiterentwicklung des olympischen Sports und der Olympischen Spiele geben.

Einvernehmen besteht vor allem im Hinblick auf eine Änderung des Bewerbungsprozess um Olympische Spiele. Schon für das Bewerbungsverfahren für die Spiele 2024 soll potentiellen Bewerbern mehr Flexibilität eingeräumt werden, etwa um den Nutzen Olympischer Spiele für die Stadtentwicklung besser darstellen zu können.

Auf der Agenda befinden sich außerdem Änderungen des olympischen Sportarten-Programms. Unter Berücksichtigung bestehender Obergrenzen bei der Anzahl teilnehmender Sportlerinnen und Sportler, unterstützten die Teilnehmer des aktuellen Spitzentreffens zur „Olympischen Agenda 2020“ einen Ansatz, der künftig die flexible Gesamtgestaltung des Events stärker in den Mittelpunkt rückt als die Fixierung auf den Sportartenkanon.

Zu ständiger und weltweiter Präsenz soll der Olympischen Bewegung und ihrer Werte künftig ein eigener Fernsehkanal verhelfen. Die Voraussetzungen dafür sollen in den kommenden Monaten mit allen zu beteiligenden Partnern geschaffen werden.

Das Gipfeltreffen der führenden Vertreter der Olympischen Bewegung thematisierte darüber hinaus den Schutz sauberer Athleten, die Bekämpfung des Wettbetrugs, Anstrengungen, den ausufernde internationalen Terminkalender zu koordinieren und Fragen von Good Governance im Sport. Den Kampf gegen Doping, Manipulation und Korruption im Sport unterstützt das IOC künftige mit Sondermitteln in Höhe von 20 Millionen US-Dollar.

Auch der DOSB hat gemeinsam mit den NOKs von Österreich, Schweden und der Schweiz Vorschläge in den Reformprozess eingebracht.

Initiates file downloadDas Diskussionspapier zum Download >>>

(Quelle: DOSB)


 
 

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