Sport 2.0: Wie die Digitalisierung den Sport verändert

16.12.2015

Trainerinnen und Trainer setzen im Sport immer mehr auf digitale Technologien. Das Projekt „SALTO“ sorgt mit digitalen Plattformen für die bestmögliche Ausbildung der Lehrenden.

Digitale Medien werden auch im Sport immer wichtiger. Foto: picture-alliance

Gefördert wird es vom Bundesbildungsministerium.

Im kommenden Jahr werden die Augen nach Brasilien zu den Olympischen Spielen gerichtet sein. Die Sportlerinnen und Sportler des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) werden dann im Mittelpunkt des öffentlichen Interesses stehen. Ihre Erfolge motivieren auch Millionen Menschen in Deutschland, sich regelmäßig in den über 90.000 Sportvereinen zu engagieren.

Egal, ob es sich um den Profi- oder Amateurbereich handelt, in der Ausbildung seiner über 580.000 Trainerinnen und Trainer bzw. Übungsleiterinnen und Übungsleiter legt der DOSB sehr großen Wert auf die Qualität des Trainings.

Der Sportbund ist dabei einer der größten Bildungsträger und Anbieter non-formaler Qualifizierungen. Mit Unterstützung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung und des Europäischen Sozialfonds werden digitale Medien genutzt, um die Sportausbildung weiter zu professionalisieren. Das hierfür entwickelte Bildungs- und Informationsportal bietet allgemeinere Qualifizierungsangebote als auch sportartenspezifische Lehr- und Lernangebote. Auch besteht die Möglichkeit des Austausches über entsprechende Kommunikationskanäle.

Im Team gemeinsam zum Erfolg

Bildungsverantwortliche in allen Sportbereichen stehen vor der Herausforderung, qualitativ hochwertige und zugleich flexible Qualifizierungsangebote für ihre Mitglieder anzubieten. Gerade für den Bereich der Ehrenamtlichen ist eine Fortbildung oft auch eine Frage des Aufwandes. Di-gitale Medien bieten hier die Möglichkeit, das Lernen orts- und zeitunabhängig zu organisieren und zugleich Erfahrungswissen im bundesweiten Austausch zu teilen. Im vom Bundesbildungsministerium geförderten Projekt „SALTO“ hat der deutsche Tischtennis-Bund dazu beispielhaft Informationen und weitere Unterstützungsangebote für die Umsetzung von integrierten Lern-ansätzen, sogenanntem Blended-Learning, erstellt. Bei diesen Ansätzen werden traditionelle Präsenzveranstaltungen mit modernen Elementen des E-Learnings kombiniert.

Der ebenfalls beteiligte deutsche Turner-Bund hat sportartübergreifende Lehr-und Lernmateria-lien erarbeitet. Die entwickelten Standards können für die weitere Bildungsarbeit von allen Mitgliedern des DOSB genutzt werden und bieten für die Lehrteams eine konkrete Unterstützung für ihre tägliche Arbeit.

Zur weiteren Professionalisierung des Spitzensports beinhaltet die Plattform auch einen ge-schützten Raum zum Austausch zwischen Trainerinnen und Trainern. Aktuelle Entwicklungen im Bereich des Sports und Daten zu konkreten Trainingssituationen können hier zum Beispiel in Form von Videos schnell geteilt und analysiert werden. Diese Möglichkeiten sollen mittelfristig auch dem Breitensport zur Verfügung gestellt werden.

Überdies werden künftig als weitere wichtige Bausteine das Lizensierungsverfahren des DOSB für Übungsleiterinnen und Übungsleiter sowie andere Sportfunktionäre zentral über die entwickelte Plattform organisiert. Diese Verbindung von Kommunikations-, Bildungs- und Managementfunktionen garantiert eine praxisnahe Entwicklung weiterer Inhalte und Funktionen.

Weitere Disziplinen beteiligen sich

Die Entwicklung und Erprobung der gemeinsamen Informations- und Kommunikationsplattform erfolgte in der Vergangenheit in enger Abstimmung zwischen den geförderten Partnern aus Wissenschaft, Spitzen- und Fachverbänden. Neben den bereits genannten Disziplinen beteiligen sich bereits auch weitere Fachverbände aus den Bereichen Motorsport, Golfsport und Sporttauchen an der Weiterentwicklung der Plattform. Zudem haben mehrere Landesverbände ihr Interesse an einer Nutzung bekundet.

In der Zukunft soll sich diese positive Entwicklung noch weiter fortsetzen. Die Plattform soll als zentrale Informationsquelle die enge Zusammenarbeit der 98 Mitgliedsorganisationen des DSOB fördern. Von den einheitlichen Standards in Ausbildung und Qualifikation werden vor allem auch die vielen aktiven Amateursportler in Deutschland profitieren.

Das Projekt „SALTO“ wird mit rund 1,7 Millionen Euro durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung und aus dem Europäischen Sozialfonds der Europäischen Union gefördert.

(Quelle:Bundesministerium für Bildung und Forschung)


 
 

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