Studierende gewinnen fast jede zweite Medaille in Rio

03.11.2016

Von den insgesamt 42 Medaillen des deutschen Olympia-Teams in Rio wurden 18 Medaillen von Studierenden beziehungsweise mit studentischer Beteiligung erzielt.

Fabian Hambüchen studiert an der Deutschen Sporthochschule Köln. Er krönte im August in Rio seine Karriere mit der olympischen Goldmedaille. Foto: picture-alliance

Darunter waren gut die Hälfte, nämlich acht von 17 Goldmedaillen des deutschen Teams. Das zeigt eine Studie der Hochschule Mittweida.

Auch bei den Olympischen Spielen 2016 in Rio machten Studierende wieder den größten Teil der deutschen Mannschaft aus. Insgesamt nahmen rund 11.500 Sportlerinnen und Sportler aus 207 Nationen an 306 Wettkämpfen in 28 Sportarten teil. Das deutsche Team umfasste 451 Sportlerinnen und Sportler. Mehr als jeder dritte Aktive (36,2 Prozent) war davon an einer deutschen Hochschule eingeschrieben, wodurch die Statusgruppe der Studierenden erneut die größte war. Zusammen mit den Absolventinnen und Absolventen wächst der akademische Anteil sogar auf 43 Prozent (193 Personen).

Der Frauenanteil unter den Studierenden lag dabei deutlich über dem der gesamten Deutschen Olympiamannschaft. Die teilnehmenden Studierenden setzten sich aus 52 Prozent Frauen und 48 Prozent Männern zusammen, womit der Frauenanteil 10 Prozent über dem Durchschnitt lag. Die studierenden Athletinnen und Athleten kamen auf einen Altersschnitt von 25,6 Jahren, womit sie gut ein Jahr unter dem Durchschnitt der Gesamtmannschaft lagen.

Der Anteil der Studierenden ist im Vergleich zu den Olympischen Spielen 2012 in London gleich geblieben, wobei dieser Wert verglichen mit den Wettkämpfen 2004 in Athen und 2008 in Peking bei dem der Anteil dieser Statusgruppe bei 34 Prozent (2004) beziehungsweise 37 Prozent (2008) bereits einen Höhepunkt darstellte. Abgenommen hat hingegen der prozentuale Teil der Absolventinnen und Absolventen. Hier fiel die Beteiligung von 10 Prozent (2012) auf 7 Prozent.

Stärkste sportliche Domänen der studierenden Spitzensportler waren die Sportarten Trampolinturnen, Segeln, Hockey, Fechten, Rudern, Schwimmen, Badminton, Leichtathletik, Moderner Fünfkampf, Beachvolleyball und Triathlon, in denen mehr als die Hälfte aller Starterinnen und Starter einen studentischen Background hatten.

Hinsichtlich der Studienrichtungen waren die Wirtschaftswissenschaften (35 Prozent), gefolgt von den Sportwissenschaften (19 Prozent), den Kultur-, Geistes- und Sozialwissenschaften (18 Prozent) sowie technischen Studiengänge (17 Prozent) und den Naturwissenschaften (12 Prozent) am häufigsten vertreten.

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(Quelle: Allgemeiner Deutscher Hochschulsportverband, adh)

 

 


 
 

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