Frauenfußball-Workshop in Gaziantep ein voller Erfolg

03.04.2017

Erster Multiplikatorenworkshop „Soziale Kohäsion durch Fußball“ hat in Gaziantep, Türkei stattgefunden.

Monika Staab mit türkischen und syrischen Kindern vom Fun Football Festival in Gaziantep, Türkei. Foto: DOSB/Staab

Monika Staab mit türkischen und syrischen Kindern vom Fun Football Festival in Gaziantep, Türkei. Foto: DOSB/Staab

Am 14. März 2017 –  nur wenige Tage nach dem Tag der Vereinten Nationen für die Rechte der Frau/dem Internationalen Frauentag der Vereinten Nationen – fand unter dem Titel „Soziale Kohäsion durch Fußball“ der erste Fußball-Workshop nur für Frauen im Rahmen eines Bildungsprogramms in Gaziantep, Türkei statt. Monika Staab, deutsche Fußballtrainerin und selbst ehemalige Fußballspielerin, leitete den sechstägigen Workshop, in welchem neben verschiedenen Inhalten zum Thema „sport education and gender equality“, Werte wie Fairness, Disziplin und Teamgeist untrennbar dazugehörten. Ziel des Workshops war es, neben der Ausbildung von türkischen und syrischen Multiplikatorinnen, die Sport und Bewegungsangebote in Vereinen, Schulen und Gemeindezentren initiieren und etablieren sollen, den interkulturellen Austausch zwischen syrischen Flüchtlingen und der aufnehmenden Gesellschaft in Gaziantep zu fördern. Syrischen und türkischen Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen soll auf diesem Wege ein verbesserter Zugang zu sinnstiftenden Aktivitäten geboten werden und zu sozialem Zusammenhalt führen.

Auf dem Fußballfeld in Gaziantep konnte zwischen den teilnehmenden Frauen – über alle sprachliche Barrieren hinweg – der interkulturelle Dialog und der gegenseitige Austausch gefördert werden. Die mehr als 20 Frauen, die an dem  Fußball-Workshop in Gaziantep teilnahmen, präsentierten am Schlusstag mit einem „Fun Football Festival“ die zuvor gelernte Theorie in der Praxis, was einen Höhepunkt der Woche darstellte. Die ausgebildeten Multiplikatorinnen trainierten, spielten und hatten Spaß mit knapp 120 Kindern zwischen 9 und 14 Jahren aus türkischen und syrischen Bevölkerungsgruppen und waren in die Umsetzung aktiv eingebunden. „Der durchgeführte Workshop in Gaziantep war sicherlich eine große Bereicherung für die Multiplikatorinnen, die an dem Workshop teilnahmen. Die Teilnehmerinnen waren sehr enthusiastisch und lernbegierig. Die Mischung aus syrischen und türkischen Teilnehmerinnen gab dem Workshop einen speziellen Touch. Es herrschte eine entspannte und sehr harmonische Atmosphäre und zeigte, wie Sport über Sprachen und kulturelle Unterschiede hinweg Menschen zusammenbringt", resümierte DOSB-Expertin Monika Staab nach ihrem Einsatz.

Im Rahmen eines Bildungsprogramms „Sport für Entwicklung für syrische Flüchtlinge und aufnehmende Gemeinden, Türkei“ das der DOSB in Zusammenarbeit mit der Deutschen Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit (GIZ) im Auftrag des Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) in Gaziantep umsetzt, wurde der Workshop organisiert und gefördert. Ausgerufenes Ziel war, die soziale Kohäsion zwischen syrischen Flüchtlingen und den türkischen aufnehmenden Gemeinden zu stärken. Im Fokus standen die Vermittlung von Sport und Bewegung als integratives Element, Sport als Instrument der interkulturellen Begegnung und die Verbindung von Sport und Bildung, Gesundheit und Inklusion im Flüchtlingskontext. Seit 2013 kooperiert der DOSB mit dem GIZ Sektorvorhaben „Sport für Entwicklung“, das durch Sport und Bewegung einen Beitrag zur Erreichung von Entwicklungszielen leistet.


 
 

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