Kurzzeitprojekt Frauenfußball in Usbekistan erfolgreich abgeschlossen

24.03.2016

Vom 5. Dezember 2015 bis 4. März 2016 führte die DOSB-Auslandsexpertin Monika Staab ein Kurzzeitprojekt in Usbekistan durch. Ziel der Maßnahme war die Weiterentwicklung des Frauenfußballs in dem zentralasiatischen Land.

Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Trainerlehrgangs in Karshi mit DOSB-Expertin Monika Staab. Foto: DOSB/Staab

Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Trainerlehrgangs in Karshi mit DOSB-Expertin Monika Staab (re.). Foto: DOSB/Staab

Das 90-tägige Projekt wurde im Rahmen der Internationalen Sportförderung aus Mitteln der Auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik des Auswärtigen Amts finanziert und vom Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) umgesetzt. Die ehemalige Profi-Fußballerin und heutige Trainerin Monika Staab wurde hierfür im Auftrag des DOSB entsandt.

Bei Projektstart übergab der Deutsche Botschafter in Usbekistan, Herr Höfer-Wissing, eine Sportmaterialspende in Form von Trainingswesten, Hütchen, Flipcharts, etc. an den usbekischen Frauenfußball-Verband. Kurz darauf startete Monika Staab mit ihrer praktischen Arbeit auf und neben dem Sportplatz.

Kernstück des Kurzzeitprojektes waren drei mehrtägige Trainerlehrgänge mit insgesamt 86 Teilnehmer/innen. Inhaltlich beschäftigten sich die Lehrgänge mit der Vermittlung von Fußball-Grundtechniken und der Schulung von taktischem Verständnis sowie der Verletzungsvorsorge und sportlergerechter Ernährung. Die deutliche Mehrheit der Absolventen stellten junge Fußballerinnen dar, die sich motiviert und engagiert in den Lehrgängen einbrachten und sich zu wichtigen Multiplikatorinnen für die Förderung des Frauenfußballs in Usbekistan entwickelten.

Neben der sportfachlichen Weiterentwicklung des Frauenfußballs konnte Monika Staab auch Initiativen auf sportpolitischer Ebene anstoßen. So traf sie sich sowohl mit der stellvertretenden Ministerpräsidentin des Landes und der Vorsitzenden des Frauenkomitees als auch mit Mitarbeitern des Volksbildungsministeriums. Dabei wurde darüber diskutiert, wie eine Unterstützung des Frauenfußballs seitens der usbekischen Behörden aussehen und welche konkreten Maßnahmen umgesetzt werden könnten.

Darüber hinaus konnte die Reichweite des Projektes durch mehrere TV-Interviews, einem 2-stündigen, live gesendetem Radio-Interview und einem Vortrag im Rahmen einer sportwissenschaftlichen Konferenz gesteigert werden.

Der usbekische Frauenfußball-Verband existiert seit 1995 und verzeichnet derzeit etwa 6000 fußballspielende Frauen und Mädchen. Das Kurzzeitprojekt hat nun einen kleinen aber wichtigen Beitrag dazu geleistet, dass diese Zahlen sich in der Zukunft hoffentlich stetig nach oben entwickeln.

 Kategorie: Internationales

 
 

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