Schwimmerin Yusra Mardini wird UN-Sonderbotschafterin

03.05.2017

Die Vereinten Nationen haben die syrische Schwimmerin Yusra Mardini zur neuen UN-Sonderbotschafterin für Flüchtlinge ernannt.

Yusra Mardini spricht auf einer Pressekonferenz am 27. April in Genf als frischgebackene UNHCR-Botschafterin. Foto: picture-alliance

Das hat das Flüchtlingshilfswerk „United Nations High Commissioner for Refugees“ (UNHCR) am 27. April 2017 in Genf mitgeteilt.

"Ich werde weiterhin die Botschaft weiter verbreiten, dass Flüchtlinge normale Menschen sind, oftmals  in traumatischen und verheerenden Lebensumständen, die zu außergewöhnlichen Dingen fähig sind, wenn ihnen die Chance gegeben wird. (…) Ich bin stolz mit meiner Stimme UNHCR zu unterstützen.", sagte die Schwimmerin.

Mardini arbeitete seit den Olympischen Spielen in Rio eng mit der UNHCR zusammen und konnte mit ihrer inspirierenden Geschichte auf das erste Olympia-Flüchtlingsteam der Geschichte aufmerksam machen und der globalen Flüchtlingskrise ein Gesicht geben.

UN-Flüchtlingskommissar Filippo Grandi nannte Mardini  eine "inspirierende junge Frau". Sie repräsentiere die Hoffnungen, Ängste und das unglaubliche Potenzial der vielen jungen Flüchtlinge weltweit, so Grandi. Insbesondere auf Grund ihrer persönlichen Erfahrungen  sei Mardini eine starke Stimme für die Flüchtlinge und ein Beispiel für die Widerstandskraft und Entschlossenheit der Geflüchteten, ein neues Leben anzufangen.

IOC-Präsident Thomas Bach sagte: „Die Teilnahme Yusras und der anderen Athleten des Olympischen Flüchtlingsteams in Rio 2016 hat eine Nachricht der Hoffnung an alle Flüchtlinge auf der ganzen Welt gesendet. (…) Ich hoffe, dass Yusra durch ihre Rolle als UNHCR-Botschafterin weiterhin viele Flüchtlinge inspirieren kann und uns daran erinnert, dass jeder mit seinen Begabungen, Fähigkeiten und seiner Kraft zur Gesellschaft beitragen kann.“

Die in Berlin lebende syrische Schwimmerin Yusra Mardini gehörte bei den Olympischen Spielen 2016 in Rio zum Refugee Olympic Team (ROT/Flüchtlingsteam). Ihre Geschichte hatte Schlagzeilen geschrieben: Die heute 19-jährige war 2015 zusammen mit ihrer Schwester vor dem Bürgerkrieg in Syrien nach Europa geflohen. Gemeinsam mit ihrer Schwester hatte Mardini in der Ägäis ein vom Kentern bedrohtes Flüchtlingsboot schwimmend nach dreieinhalb Stunden sicher an Land gebracht.

In Berlin trainiert sie seitdem im Sportverein Wasserfreunde Spandau 04. Der Vereinstrainer Sven Spannekrebs war in der Anfangszeit in Berlin der alleinige Ansprechpartner für die junge Athletin und ihre Familie.

(Quelle: UNHCR / DOSB)

 
 

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