Langfristiger Strukturaufbau mit ausgewählten Partnern

Im Jahr 2015 wurden die Langzeitprojekte in Guatemala und Sambia (Leichtathletik) sowie in Äthiopien (Fußball) weitergeführt Zum Abschluss kam das Fußball-Langzeitprojekt auf den Philippinen. In Uruguay startete ein neues Projekt zur Förderung des Frauenfußballs. Parallel dazu wurden 21 Kurzzeitprojekte in 17 Ländern durchgeführt.

 

 

Strukturförderung des Fußballs in Äthiopien

Bild: wikipedia

Der Fußball-Auslandsexperte Joachim Fickert befindet sich seit Oktober 2013 für ein Langzeitprojekt in Äthiopien. Herr Fickert berät den Äthiopischen Fußballverband vor allem in der Aus- und Fortbildung von Trainern. Einer der Schwerpunkte des Projekts liegt auf der Ausarbeitung eines Ausbildungsprogramms für Trainer und Jugendbetreuer auf der Basis eines zu entwickelnden Trainer-Lizenz-Systems.  Dabei sind die Erstellung von Lehrgangs- und Lehrmaterialien, sowie die Organisation und Durchführung von Seminaren und Lehrgängen für Trainer und Übungsleiter wesentliche Bestandteile. In diesem Zusammenhang sollen auch Trainer-Servicezentren in allen neun Bundesländern und den zwei Stadtstaaten entstehen. Eine weitere Hauptaufgabe des Experten ist die Entwicklung und Installation eines Talentsichtungsprogramms in den Regionen Äthiopiens. Zudem sollen auch verstärkt Mädchen und Frauen für den Fußballsport gewonnen werden.

Verbesserung der Leichtathletik-Infrastruktur in Guatemala

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Der Auslandsexperte Oliver Scheer befindet sich seit April 2013 in der Republik Guatemala zu einem Langzeitprojekt in der Sportart Leichtathletik. Scheer hat sich insbesondere die Entwicklung und den Ausbau und eine nachhaltige Entwicklung der landesweiten Sportstrukturen für die Leichtathletik vorgenommen. Wichtigstes Ziel des Projekts ist die Verbesserung der Nachwuchsförderung. Dabei geht es um die spielerische Heranführung von Kindern an die Leichtathletik (Mini-Atletismo-Ansatz für 8-12-Jährige), aber auch um die Steigerung der Attraktivität dieser Sportart für Jugendliche und um die Talentförderung. Neben Trainerfortbildungen sollen auch Schulen in Maßnahmen zur Stärkung der Leichtathletik eingebunden werden. Dabei knüpft die Tätigkeit des Sachverständigen inhaltlich an ein Kurzzeitprojekt an, das im Jahr 2010 durchgeführt wurde. Im Rahmen dieses Kurzzeitprojekts wurden  Mini-Atletismo-Eventorganisatoren in drei Provinzen ausgebildet, das Langzeitprojekt soll nun diese Form der Kinderleichtathletik landesweit verbreiten. Ein weiteres Ziel stellt der Ausbau der regionalen Infrastruktur der einzelnen Leichtathletik-Verbände dar. 

Langzeitprojekt in Sambia: Förderung von Nachwuchsathleten und Trainern

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Der erfahrene Leichtathletikexperte Ralph Mouchbahani hat im Juli 2012 in Sambia ein Langzeitprojekt begonnen. Dabei arbeitet Herr Mouchbahani an der landesweiten Verbesserung der Leichtathletikstrukturen. Unter anderem soll durch das Projekt ein nationales System zur Trainerausbildung geschaffen werden. Hiermit geht die Schaffung eines zentralen Trainererfassungssystems und einer Trainervereinigung einher. Auch die Sportlehrer des Landes möchte das Projekt durch gezielte Fortbildungen erreichen. Neben Trainern und Lehrern sind Nachwuchsathleten eine weitere Zielgruppe des Projekts. Das in Sambia ansässige und vom IOC geförderte Olympic Youth Development Center (OYDC) spielt dabei eine zentrale Rolle, etwa für die Entwicklung und Bereitstellung von wöchentlichen Trainingsprogrammen für Junioren- und Jugend-Leichtathleten. Weiteres Ziel ist es, auch mit der Wissenschaft zusammenzuarbeiten, eine Kooperation mit der Universität von Sambia ist geplant.

Förderung und Entwicklung des Frauenfußballs in Uruguay

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Im Oktober 2015 startete ein neues Langzeitprojekt zur Förderung des Frauenfußballs in Uruguay. Durchgeführt wird das Projekt vom Fußballexperten Knut auf dem Berge. Obwohl Uruguay im Bereich Männerfußball schon gut aufgestellt ist, mangelt es an im Bereich Frauenfußball an Expertise und Ressourcen aller Art. Der Schwerpunkt des Projekt liegt auf der Ausbildung von Trainerinnen, die in theoretischen und praktischen Einheit ihr Wissen vertiefen, neue Erkenntnisse sammeln und diese dann wiederum an ihre Mädchen- und Frauenmannschaften weitergeben. Weitere Ziele des Projekts sind die Entwicklung lokaler, regionaler und nationaler Verbandsstrukturen sowie die Einführung eines flächendeckenden Wettkampfsystem. Generell soll den Mädchen und Frauen außerdem eine bessere Teilhabe am Sport, inbesondere im Fußball, ermöglicht werden. Um diese Ziele zu erreichen, arbeitet der Experte vor Ort eng mit dem Partnerverband, der Asociación Uruguaya de Fútbol (AUF), aber auch vielen regionalen Verbänden und Vereinen zusammen.

 
 

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