Christiane Krajewski erneut zur SOD-Präsidentin gewählt

27.11.2017

Christiane Krajewski, seit 2014 Präsidentin von Special Olympics Deutschland e.V. (SOD), wurde am 25. November 2017 von der Mitgliederversammlung in Berlin mit überwältigender Mehrheit in ihrem Amt bestätigt.

Das neu gewählte SOD-Präsidium: Bettina Schilling, Hubert Hüppe, Präsidentin Christiane Krajewski, Sven Albrecht, Mark Solomeyer, Frank Diesener, Kerstin Tack MdB, Thomas Gindra und Brigitte Lehnert (v.l.). Foto: SOD/Juri Reetz

Dr. Bernhard Conrads, bisher Erster Vizepräsident von SOD, trat turnusgemäß nicht mehr an und wurde vom höchsten SOD-Gremium zum Ehrenmitglied ernannt. 

SOD-Präsidentin Christiane Krajewski zog eine positive Bilanz der vergangenen drei Jahre. „Wir haben bei unseren Arbeitsschwerpunkten große Fortschritte erreicht. SOD hat sich stärker als Sportverband und als Interessenvertreter von und mit Menschen mit geistiger Behinderung profiliert und positioniert. Wir haben in Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention die Alltagsprogramme ‚Selbstbestimmt gesünder‘ und Familienarbeit weiter ausgebaut und intensiv daran gearbeitet, in der Öffentlichkeit das Bewusstsein für die Belange von Menschen mit geistiger Behinderung zu stärken. 

Selbstbestimmung, gesellschaftliche Teilhabe und Wahlmöglichkeiten im Sport für Menschen mit geistiger Behinderung wollen wir erreichen. Dabei betrachten wir Inklusion als das übergeordnete Ziel und zugleich als Leitfaden unserer Arbeit. Unsere großen Herausforderungen des kommenden Jahres reichen von der Stärkung der Landesverbände und der lokalen Sportangebote bis zur Bewerbung für die Special Olympics Weltspiele 2023.“

Die langfristigen Ziele und Pläne bildeten auch die thematischen Schwerpunkte der Mitgliederversammlung. Einstimmig verabschiedeten die Delegierten den SOD-Strategieplan 2018-2020, der zuvor in allen Landesverbänden und Gremien sowie in Regionalkonferenzen ausführlich diskutiert worden war. Sie stellten sich damit mit großer Mehrheit hinter die Ziele, Spitzenverband im DOSB zu werden und die Arbeit der Landesverbände und Mitglieder auf kommunaler Ebene in den Fokus zur rücken und zu stärken. Damit einhergehend der weitere Ausbau von Landesspielen - im Jahr 2017 fanden bereits in zehn Bundesländern Landesspiele statt - und das Vorhaben, Weltspiele von Special Olympics nach Deutschland zu holen.

Team der Athletensprecher wird größer

Die Versammlung verabschiedete auch das neue Mitgliedermodell des Verbandes, das in engem Kontext zum Strategieplan von SOD steht.  

„Alle Menschen haben ein Recht auf Sport. Dazu gehören selbstverständlich auch diejenigen, die mit besonderen Voraussetzungen Sport treiben. Der Weg zur inklusiven Gesellschaft ist noch weit. Special Olympics Deutschland ist dem Land Berlin dabei ein langjähriger und guter Partner“, sagte Christian Gaebler, Staatssekretär in der Berliner Senatsverwaltung für Inneres und Sport, vor den Delegierten. „Die Special Olympics Weltspiele würden die Inklusion in unserer Stadt und die gesellschaftliche Anerkennung des Sports für Menschen mit geistiger Behinderung einen bedeutenden Schritt voranbringen. Ich begrüße es deshalb sehr, dass wir als Sportmetropole Berlin gemeinsam mit Special Olympics Deutschland eine mögliche Austragung der Weltspiele in Berlin prüfen.“

Zur Ersten Vizepräsidentin wurde Brigitte Lehnert, bisher Vizepräsidentin, gewählt. Neu im Präsidium ist Professor Dr. Manfred Wegner, Professor für Sportpsychologie an der Christian- Albrechts- Universität zu Kiel und Direktor des Instituts für Sportwissenschaft. Er steht dem SOD-Fachausschuss Wissenschaft seit dessen Gründung im Jahr 2007 vor.

Wiedergewählt wurden die Vizepräsidenten Thomas Gindra, Hubert Hüppe, Bettina Schilling, Andreas Silbersack und Kerstin Tack, MdB, sowie SOD-Athletensprecher Mark Solomeyer.

„Unser Team der Athletensprecher wird immer größer, weil es in vielen Landesverbänden jetzt Athletenräte gibt. Und wir haben auch unsere Arbeit verbessert, zum Beispiel durch Fortbildungen“, berichtete Mark Solomeyer. „Auch beim Einsatz der Leichten Sprache sind wir vorangekommen. Bei den verschiedenen Landesspielen konnten die Athletinnen und Athleten viele Menschen und auch die Medien begeistert. Gerade im Sport ist es aber wichtig, etwas gemeinsam zu machen. Ich wünsche mir für die nächsten Jahre, dass wir mit dem inklusiven Sport weiter vorankommen, gemeinsam mit den Sportvereinen und Werkstätten.“

Das nächste sportliche Großereignis steht im kommenden Jahr an: Zu den Special Olympics Kiel 2018 vom 14. bis 18. Mai werden ca. 4.600 Athletinnen und Athleten in der Landeshauptstadt Schleswig-Holsteins erwartet.

(Quelle: SOD)

 
 

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