Alfons Hörmann ist neuer DOSB-Präsident

07.12.2013

Die DOSB-Mitgliederversammlung hat am Samstagvormittag in Wiesbaden den Allgäuer Alfons Hörmann mit einer Zustimmung von 94, 6 Prozent zum neuen Präsidenten gewählt.

Alfons Hörmann (mitte) hat die Herausforderung angenommen, den DOSB in die Zukunft zu steuern. IOC-Präsident Thomas Bach (re.) und Interims-Präsident Hans-Peter Krämer übergaben dafür symbolisch das Steuerrad. Foto: Frank May

Hörmann nahm die Wahl mit einem „Vergelt’s Gott“ an und erklärte, er fühle sich gestärkt, mit einem starken Präsidium den Marathon anzugehen. „Mir ist bewusst, wie umfangreich die Aufgaben sind“, sagte er. „Ich weiß, wie groß die Fußstapfen von Thomas Bach sind.“ Er werde sie nicht ausfüllen können, ergänzte er. Aber er werde sich bemühen, gemeinsam mit den Mitgliedern, die Aufgabe zu erfüllen. „Ich freue mich darauf, packen wir’s an, marschieren wir los.“

Hörmann dankte auch dem DOSB-Interimspräsidenten Hans-Peter Krämer für die in den letzten Wochen vor der Wahl "so konstruktiven Gespräche". Er spüre förmlich den großen Erwartungsdruck. "Ähnliche Gefühle haben wohl unsere Sportler, bevor es an den Start geht", sagte der 53-Jährige.

Gut präpariert für die neuen Herausforderungen fühlt sich Hörmann unter anderem durch seine langjährigen beruflichen Erfahrungen. "In den vergangenen 30 Jahren in Führungspositionen und Aufsichtsratsgremien traditioneller Mittelständler habe ich wertvolle Erfahrungen in den Themen Strategie, Führung und Organisation gesammelt." Gerade solche Themen wie soziale Kompetenzen und das teamorientierte Meistern von Höhen und Tiefen neben wirtschaftlichen Erfolgen seien es, die in diesem Umfeld erlernt würden. "Seit eineinhalb Jahrzehnten bringe ich diese beruflichen Management-Erfahrungen nun auch im Sport ein, und sie kommen diesem zugute, wenn es darum geht, Dinge ganzheitlich zu planen und umzusetzen," fühlt sich Hörmann gestärkt für die zukünftigen Ausgaben.

Der ehemalige Präsident des Deutschen Ski-Verbandes (DSV) spricht aber auch ein berufliches Thema aus dem Wettbewerbsrecht an, dass in den letzten zwei Wochen "plötzlich in Verbindung mit meiner Kandidatur veröffentlicht wurde". Die Angelegenheit sei seit sieben Jahren in den Medien vielfach dokumentiert und der Rechtsausschuss des DSV habe den gesamten Fall bereits 2008 und "nun erneut im Detail geprüft". Jürgen Thumann als Corporate Governance Beauftragter des DOSB habe schriftlich und mündlich alle erforderlichen Informationen erhalten. "Unter dem Aspekt für unsere Verbände eines unabdingbar notwendigen Risiko-Managements ist für beide Organisationen klar herausgearbeitet und bestätigt worden, dass keinerlei Auswirkungen auf die Ausübung von haupt- oder ehrenamtlichen Spitzenpositionen zu erwarten sind. Gerade im Sport bauen wir auf die Akzeptanz für faire und situationsgerechte Schiedsrichterentscheidungen und ich bitte auch Sie, liebe Sportfreunde, um eine solche in diesem beruflichen Thema."

Hörmann kennt die Strukturen im Nachwuchsbereich, genauso wie den Spitzensport: "Gerade deshalb bin ich überzeugt, dass nur über professionelle Nachwuchsarbeit an unseren Stützpunkten auch künftig Spitzensport erfolgreich möglich wird. Und ohne Breitensport wird es die erfolgreiche Leistungsspitze ebenfalls nicht geben. Deshalb gilt es, um Verbesserungen in Themen wie Schule und Sport auch künftig hart zu kämpfen."

Der neue DOSB-Präsident betonte, dass man den 91.000 Vereinen des DOSB bei der Bewältigung der vielen Aufgaben mit Rat und Tat zur Seite stehen müsse. "Sie sind die Basis für unsere Erfolge auch in der Zukunft und um dieses System werden wir an vielen Stellen weltweit beneidet."

Eine der Prioritäten, die Hörmann in seiner jetzt beginnenden Amtszeit setzt, ist der Schutz der sauberen Athleten. "Wir sollten alles dafür tun, dass dieses Ziel bestmöglich erreicht wird. Und ich denke, entgegen mancher Interpretation in den Medien, dass wir alle dieses Ziel klar vor Augen haben, denn es ist sozusagen alternativlos."  Hörmann kündigte an, gemeinsam mit den Verbänden nach Wegen zu suchen, "wie wir gemeinsam mit den Partnern der Politik, des internationalen Sports und den vielen Fachleuten aus den juristischen und medizinischen Bereichen Schritt für Schritt wieder in die Offensive kommen". Es müsse gelingen, die Akzeptanz des sauberen Sports und der sportlichen Spitzenleistungen wieder signifikant zu erhöhen.

(Quelle: DOSB)

 
 

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