Bundespräsident Gauck mit DOSB-Ehrenmedaille ausgezeichnet

23.01.2017

Bundespräsident Joachim Gauck ist heute in Berlin anlässlich der Verleihung des Großen Stern des Sports in Gold mit der höchsten Auszeichnung des DOSB, der Ehrenmedaille des deutschen Sports, ausgezeichnet worden.

Alfons Hörmann überreicht Bundespräsident Joachim Gauck die DOSB-Ehrenmedaille und die Urkunde. Foto: DOSB/BVR 2017

Grund für die Auszeichnung sei der Respekt vor der menschlichen und politischen Lebensleistung Joachim Gaucks – "nicht nur, aber auch auf dem Feld des Sports", sagte DOSB-Präsident Alfons Hörmann in seiner Laudatio in der DZ-Bank am Brandenburger Tor.

Gauck habe den deutschen Sport stets unterstützt, weit über die Übernahme der Schirmherrschaft hinaus, die der Bundespräsident bei zahlreichen Gelegenheiten mit Leben gefüllt habe. "Sie haben bewirkt, dass die vielfältigen Leistungen des Sports öffentlich besser wahrgenommen werden."

Präsident eines Landes, das Medaillen herbeischafft, wollte Joachim Gauck nie sein, sagte Hörmann. "Sie ermutigen uns viel mehr darin, stolz zu sein auf das, was unsere Sportlerinnen und Sportler mit Fairness und eigenen Mitteln geschafft haben. Und Sie bestärken uns in unserer Einstellung, Doping und Manipulation mit Null-Toleranz zu begegnen.

Es sei kein Zufall, so Hörmann, dass eine der wichtigsten Veranstaltungen des Breitensports in Deutschland, die Verleihung der Goldenen Sterne des Sports, den Rahmen für diese Auszeichnung bildet. "Mehr als einmal haben Sie gerade in diesem Kreise herausragend engagierter Vereine betont, dass all das, was Menschen im und für den Sport tun, weit über den Sport hinaus Bedeutung hat."

Der Bundespräsident Gauck habe stets die Bedeutung des Sports für das gesamte Gemeinwesen hervorgehoben. Gauck habe den Sport darin unterstützt, den Menschen das gesellschaftspolitische Potenzial des Sports nahezubringen - nämlich zu zeigen, wo und wie der Sport etwa auf den Feldern der Integration, Prävention und Gleichberechtigung Vorbildliches leistet. "Sie haben vor wenigen Tagen in Ihrem Plädoyer für eine starke selbstbewusste Demokratie den Sport an einer entscheidenden Stelle genannt: Nämlich das Beispiel für die Anerkennung von klaren Regeln." Joachim Gauck habe auch die Sportabzeichen-Tour eröffnet und "selbst aktiv belegt, wie wichtig ist, was wir im Sport lernen. Nicht nur für unsere Gesundheit, sondern für unser persönliches Leben."

Gauck würdige, was Sport auf dem Weg zu einer barrierefreien, inklusiven Gesellschaft leisten kann, sagte Hörmann. Er werbe dafür gemeinsam mit seinerLebensgefährtin Daniela Schadt, die Schirmherrin von Special Olympics Deutschland ist, dem Sportverband für Menschen mit geistiger Beeinträchtigung. "Liebe Frau Schadt ansteckende Begeisterung, gerade auch im sportlichen Wettkampf gemeinsam mit Nichtbehinderten, empfehlen Sie beide gemeinsam als Beispiele für andere Teile unserer Gesellschaft."

Das Staatsoberhaupt Joachim Gauck betone die Bedeutung des Sports gerade in diesen Zeiten und stelle heraus, dass die Betreuung und Versorgung der Männer, Frauen und Kinder, die zu uns geflüchtet sind, ohne die freiwilligen Helfer gerade aus dem Sport schwer vorstellbar gewesen sei, so Hörmann. "Sie wissen, dass Sport Barrieren überwindet, menschliche Begegnungen unabhängig von Herkunft und Glauben ermöglicht, Menschen motiviert und hoffnungsvolle Wege weist für das neue Leben vieler Flüchtlinge in Deutschland."

Gauck mahne aus all diesen Gründen, dass der Sportunterricht nicht aus den Schulen verschwinden dürfe. Er unterstütze darüber hinaus den Sport in der Forderung, dass er im Gegenteil erweitert werden müsse, weil er spielerische Situationen biete, in den Menschen Haltung entwickeln sowie wichtige Werte wie Teamgeist und Fairness leben.

"Besonders in Erinnerung geblieben sind Ihre außergewöhnlich zugewandten, herzlichen Begegnungen mit Athletinnen und Athleten unserer Olympiamannschaft und der Paralympischen Mannschaft bei Ihren Besuchen in London und beim Empfang der mannschaften nach den Spielen in Sotschi und jetzt in Rio. Die gegenseitige Sympathie war augenfällig", hob Hörmann hervor. Dabei hätten die Athletinnen und Athleten stets mit großer Freude vernommen, mit welchem Respekt, mit welcher Wärme und mit welchem Verständnis Ihnen der Bundespräsident im Namen Deutschlands Dank gesagt und sie als Vorbilder hervorgehoben habe. Das gelte besonders auch für diejenigen, denen eine Medaille versagt blieb

Dabei haben die Sportler stets mit großer Freude vernommen, mit welchem Respekt, mit welcher Wärme und mit welchem Verständnis und Einfühlungsvermögen Sie ihnen im Namen Deutschlands Dank gesagt und sie als Vorbilder hervorgehoben haben. Gerade auch diejenigen, denen eine Medaille versagt blieb, so Hörmann. "Erst vor wenigen Wochen haben Sie uns bei der Verleihung der Silbernen Lorbeerblätter dazu aufgerufen, für Olympische und Paralympische Spiele in Deutschland zu werben." Diesen Wunsch, so Hörmann, nehme der DOSB gerne als Arbeitsauftrag an und wolle den Menschen im Land die Olympischen Werte auch künftig vermitteln. 

"Sehr geehrter Herr Bundespräsident, Sie haben die Herzen der Sportlerinnen und Sportler und der im Ehrenamt Engagierten gewonnen, nein, Sie haben sie erobert. Ihr Blick dafür, was auch mit Hilfe des Sportsm in der Zivilgesellschaft einer Demokratie gelingen kann, ermutigt uns. Ihre mitreißende Begeisterung für den Sport begeistert wiederum uns. Wir ehren und feiern Sie als einen Wegbegleiter, der sich um den deutschen Sport wahrhaft verdient gemacht hat."

(Quelle: DOSB)

 
 

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